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Der Akte Glyphosat

Das Primat der Wirtschaftslobby

Eines hat das unverständliche Vorgehen des deutschen Agraministers Christian Schmidt (CSU), der im Alleingang die Verlängerung der EU-Zulassung für das Pflanzengift Glyphosat ermöglicht hat, gezeigt: Politik handelt schon lange nicht mehr zum Wohle des Menschen und auch nicht für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Politik wird vielmehr von spezifischen wirtschaftlichen Interessen gelenkt. Jede größere Firma hat heute einen Vertreter dort, wo Politik gemacht wird: in Brüssel für Europa, in Berlin für Deutschland. Allein in der Bundeshauptstadt, so schätzt man, gibt es bis zu 6.000 aktive Lobbyisten, die die Interessen ihrer Konzerne vertreten. Mehr als 700 unter ihnen haben einen sogenannten Hausausweis und können sich im Bundestag frei bewegen. Im Gepäck haben sie Geld, viel Geld. Und dieser Macht können Politiker aller Couleur offenbar nicht widerstehen. Damit bestimmen in Berlin mehr Lobbyisten als Volksvertreter unseren Alltag. Wählen ist sinnlos, denn jede Partei ist käuflich.

Landwirtschaftsminister, wie auch der zur Zeit amtierende Minister Christian Schmidt, werden in der Regel von den Lobbyisten der Agrar-, Agrarchemie- und Nahrungsmittelbranche beeinflusst. Die Interessen der Verbraucher sind für sie nachrangig. Es zählt einzig der Profit der Konzerne. Und mit der verlängerten Zulassung des Pflanzengiftes Glyphosat wird der Hersteller Monsanto zweistellige Milliardengewinne einfahren. Dass Bayer voraussichtlich Monsanto übernehmen wird, macht diese Pro-Glyphosat-Entscheidung in Brüssel so skandalös.

Dabei ist erwiesen, dass Rückstände des Unkrautvernichters inzwischen überall nachzuweisen sind, im Menschen ebenso wie in unseren Lebensmitteln. Und noch ist nicht eindeutig geklärt, ob diese Rückstände nicht auch bei Menschen krebserregend wirken könnten. Außerdem wird Glyphosat für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich gemacht, insbesondere bei Blütenpflanzen und damit auch bei Insekten, die auf Blüten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind, wie z.B. Bienen und Schmetterlinge. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Marktkonzentration bei Saatgut und Pestiziden. Die genmanipulierten Sorten von Mais, Raps und Zuckerrüben, die gegen Glyphosat resistent sind, verdrängen alle anderen Sorten immer mehr vom Markt und versprechen Riesengewinne für die Unternehmen.

Bei diesen enormen Gewinnaussichten sind ein paar Milliönchen Schmiergelder nur Peanuts im Etat der Konzerne. Schmidt hat mit seiner Zustimmung das getan, was seine Klientel von ihm erwartet. Auf ihn wartet gewiss ein sicheres Pöstchen in irgendeinem Konzern, denn das Ende seiner Karriere als Landwirtschaftsminister dürfte absehbar sein. Er hat seine Schuldigkeit getan, und Brüssel ist froh, dass er den Schwarzen Peter übernommen hat und die Akte Glyphosat vorerst wieder einmal geschlossen werden kann. Dass Glyphosat bleiben wird, war doch im Grunde längst beschlossene Sache. Die Medien gaukeln uns vor, dass dieses Spiel demokratischen Regeln folgt, doch die Wahrheit ist: Wir leben in einer Diktatur der Konzerne, die die gewählten politischen Vertreter wie Marionetten an ihren Fäden tanzen lassen, weil diese aus Macht- und Geldgier bereit sind, bedenkenlos ihre Seele zu verkaufen.

PRISMA-TIPP: Wenn Sie sich dagegen wehren möchten, schließen Sie sich den breiten Bürgerprotesten an, z.B. unter Bayer stoppen, Monsantogift verbieten oder Gegen Glyphosat

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    Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an den Raqs Sharki, den orientalischen Tanz, als Ausdruck weiblicher Urkraft. Aus ihrer langjährigen Erfahrung als Tänzerin und Lehrerin entwickelte Heide-Marie Heimhard einen neuen Ansatz, DancingSoul®, der tiefgreifende Bewusstseinsarbeit mit dem Beckentanz als spirituelle Praxis kombiniert.

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    CD - Andre Hammon Moonscope
    Thematisch hat sich Hammon dem Phänomen der Monde in unserem Sonnensystem gewidmet, von denen es 200 geben soll und die der Kitt im Fenster der Bewegungen der Planeten um die Sonne sind. Ohne Monde keine Stabilität und reines Chaos im Universum. Dabei vermitteln die Texte zu den einzelnen Mondphänomenen auch lehrreiche und philosophische Aspekte.