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Editorial

Sind Sie  

auch so gut ins neue Jahr gekommen wie ich? So irgendwie erleichtert, ohne das Gefühl der Verantwortung für äußere Umstände, die wir ohnehin nicht oder zumindest so schnell nicht ändern können? Da die meisten Menschen es landläufig mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und lieber diejenigen vergöttern, die sie mit List und Tücke verführen, sind Aufklärer wie ich schnell die Opfer. Wenn man dann aufgrund berechtigter Systemkritik von der Szene des Magazins als Rassist oder gar Nazi beschimpft wird, lebt es sich in der Tat leichter, wenn man jeden Einzelnen selbst die Wahrheit finden lässt. Ab 2018 sind Sie also dran und ich raus aus der Nummer! Projizieren Sie Ihre Täuschungen nun auf andere Figuren in Ihrem Leben!

Dabei gäbe es auch im neuen Jahr wieder so viele Ereignisse, über die man sich echauffieren könnte, wie etwa der Umstand, dass uns wieder 4 Jahre Groko-Kabarett mit einer alternativ- und saftlosen Kanzlerin bevorstehen, die es in ihrer Amtszeit geschafft hat, ein ganzes Volk zu spalten und den sozialen Zusammenhalt tief zu entwurzeln. Wozu Frauen doch imstande sind! Das gibt der geforderten Frauenquote eine neue Dimension und entlastet das männliche Geschlecht, das sonst immer für alles Negative herhalten musste.

Oder denken wir etwa an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der mit seiner Pro-Glyphosat-Entscheidung weiterhin ein großflächiges Vergiften von Pflanzen, Tieren und Menschen ermöglicht und sich dabei weder parteigemäß christlich noch sozial verhielt. Wir haben uns diesen Fall in einem Beitrag in „Hier & Jetzt“ näher angeschaut.

Doch schauen wir in dieser Ausgabe lieber auf die Realität jedes Einzelnen und wie Sie Ihr Leben in die gewünschte Richtung lenken können. Vorsätze sind im neuen Jahr out, denn sie funktionieren ohnehin nicht! In der Serie „Glücklich Leben“ liefern wir Ihnen neue Impulse, wie Sie durch die bewusste Wahl Ihrer Worte Veränderung bewirken können. Und sollte das neue Jahr für Sie wieder so stressig beginnen, wie es aufhörte, können Sie in der Serie „Glücklich Leben“ ebenfalls fündig werden. Wer permanent gestresst ist und das Gefühl hat, kurz vor dem Ausbrennen zu stehen, sollte dringend prüfen, ob er da, wo er gerade steht, am richtigen Platz ist. Denn Burnout ist nicht die Folge von Stress, sondern das Ergebnis einer Tätigkeit, die nicht aus dem Herzen kommt.

So, nun entlasse ich Sie gelassen in das zeitige Frühjahr, das mir Jahr für Jahr deutlicher macht, dass es immer einen neuen Anfang gibt. Wir müssen das Alte aber nicht gleich verwerfen oder verteufeln. Lassen Sie uns das Vergangene schätzen und lieben lernen. Leben sollten wir aber das Neue, um im Sinne von Theodor Fonate zu sprechen! Kommen Sie gut in das Frühjahr, das gelebt und erlebt werden will …


Hier & Jetzt

Der Akte Glyphosat

Das Primat der Wirtschaftslobby

Eines hat das unverständliche Vorgehen des deutschen Agraministers Christian Schmidt (CSU), der im Alleingang die Verlängerung der EU-Zulassung für das Pflanzengift Glyphosat ermöglicht hat, gezeigt: Politik handelt schon lange nicht mehr zum Wohle des Menschen und auch nicht für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Politik wird vielmehr von spezifischen wirtschaftlichen Interessen gelenkt. Jede größere Firma hat heute einen Vertreter dort, wo Politik gemacht wird: in Brüssel für Europa, in Berlin für Deutschland. Allein in der Bundeshauptstadt, so schätzt man, gibt es bis zu 6.000 aktive Lobbyisten, die die Interessen ihrer Konzerne vertreten. Mehr als 700 unter ihnen haben einen sogenannten Hausausweis und können sich im Bundestag frei bewegen. Im Gepäck haben sie Geld, viel Geld. Und dieser Macht können Politiker aller Couleur offenbar nicht widerstehen. Damit bestimmen in Berlin mehr Lobbyisten als Volksvertreter unseren Alltag. Wählen ist sinnlos, denn jede Partei ist käuflich.

Landwirtschaftsminister, wie auch der zur Zeit amtierende Minister Christian Schmidt, werden in der Regel von den Lobbyisten der Agrar-, Agrarchemie- und Nahrungsmittelbranche beeinflusst. Die Interessen der Verbraucher sind für sie nachrangig. Es zählt einzig der Profit der Konzerne. Und mit der verlängerten Zulassung des Pflanzengiftes Glyphosat wird der Hersteller Monsanto zweistellige Milliardengewinne einfahren. Dass Bayer voraussichtlich Monsanto übernehmen wird, macht diese Pro-Glyphosat-Entscheidung in Brüssel so skandalös.

Dabei ist erwiesen, dass Rückstände des Unkrautvernichters inzwischen überall nachzuweisen sind, im Menschen ebenso wie in unseren Lebensmitteln. Und noch ist nicht eindeutig geklärt, ob diese Rückstände nicht auch bei Menschen krebserregend wirken könnten. Außerdem wird Glyphosat für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich gemacht, insbesondere bei Blütenpflanzen und damit auch bei Insekten, die auf Blüten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind, wie z.B. Bienen und Schmetterlinge. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Marktkonzentration bei Saatgut und Pestiziden. Die genmanipulierten Sorten von Mais, Raps und Zuckerrüben, die gegen Glyphosat resistent sind, verdrängen alle anderen Sorten immer mehr vom Markt und versprechen Riesengewinne für die Unternehmen.

Bei diesen enormen Gewinnaussichten sind ein paar Milliönchen Schmiergelder nur Peanuts im Etat der Konzerne. Schmidt hat mit seiner Zustimmung das getan, was seine Klientel von ihm erwartet. Auf ihn wartet gewiss ein sicheres Pöstchen in irgendeinem Konzern, denn das Ende seiner Karriere als Landwirtschaftsminister dürfte absehbar sein. Er hat seine Schuldigkeit getan, und Brüssel ist froh, dass er den Schwarzen Peter übernommen hat und die Akte Glyphosat vorerst wieder einmal geschlossen werden kann. Dass Glyphosat bleiben wird, war doch im Grunde längst beschlossene Sache. Die Medien gaukeln uns vor, dass dieses Spiel demokratischen Regeln folgt, doch die Wahrheit ist: Wir leben in einer Diktatur der Konzerne, die die gewählten politischen Vertreter wie Marionetten an ihren Fäden tanzen lassen, weil diese aus Macht- und Geldgier bereit sind, bedenkenlos ihre Seele zu verkaufen.

PRISMA-TIPP: Wenn Sie sich dagegen wehren möchten, schließen Sie sich den breiten Bürgerprotesten an, z.B. unter Bayer stoppen, Monsantogift verbieten oder Gegen Glyphosat


Glücklich leben

Glücklich leben im Alltag

Die Beiträge sind aufgrund der großen Nachfrage als eigenständige Serie erschienen. Bitte folgen Sie diesem Link.


Autor der Beiträge: André Hammon

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