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Prisma Ausgabe 84

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Andre HammonF

Für die meisten Menschen unserer westlichen Kultur scheint die Erde so etwas wie ein Selbstbedienungsladen zu sein, mit Ressourcen aller Art, die man wirtschaftlich nutzen und mit denen man gewinnbringend handeln kann. Kaum jemand sieht in ihr einen lebendigen Organismus, der uns als Leben spendender Wirt dient.

Als kleiner Junge erlebte ich noch Landwirte, die im Gebet versunken über ihr Feld schritten, bevor sie es beackerten. Heute sehe ich Bauern, die mitten in der Nacht mit schwerem Gerät ihren Acker malträtieren und Spuren der Verwüstung hinterlassen. Unsere Vorfahren sprachen mit den Bäumen, bevor sie sie fällten. Heute bedient sich die bayerische Staatsregierung nach der gekippten Nationalparkdebatte schamlos mit Kettensägen am letzten Urwald Frankens, um die noch verbleibenden Reichtümer der Natur an skrupellose Spekulanten zu verscherbeln. Der Regenwald ist vor unserer Haustür!

Die in den letzten Jahren überall stattfindenden Erdheilungsrituale sind sicher gut gemeint, doch wir sollten die Dinge beim Namen nennen: Nicht die Erde, sondern der Mensch ist krank! Adam und Eva bedürfen der Heilung, nicht der Planet mit seinen kreuchenden und fleuchenden Lebewesen. Unser Ego hat uns aus dem Paradies vertrieben, und solange es übermächtig unser Herz regiert, werden Fantasialand und das Auenland sterben. Also fangen wir jetzt bei uns selbst an, denn wie viel Zeit uns noch bleibt, ist ungewiss, aber mit Sicherheit absehbar.

Vielleicht ist für den Planeten Erde der Mensch nur so ein vorübergehendes Exzem. Gemessen an seiner Geschichte könnte das zutreffen. Zwar sind die meisten Erkrankungen für einen Organismus nicht tödlich und früher oder später tritt der Prozess der Heilung ein. Wie man allerdings eine Krankheit verschmerzt, die so tiefgreifende Veränderungen bewirkt, sei dahin gestellt. Kein anderes Lebewesen hat bisher die Natur so aktiv umgestaltet, tiefe Löcher gebohrt, Gräben gezogen, Meere durch Kanäle verbunden, Landschaften umgebaut und Regionen verwüstet wie der Mensch. Jedenfalls ist der Mensch kein einfaches Krankheitsbild und mit komplexer Diagnose behaftet, so wie es scheint.

Die in den letzten Jahren überall stattfindenden Erdheilungsrituale sind sicher ein gutgemeinter Aktionismus, denn man muss mit Einfalt geschlagen sein, um den kritischen Zustand des Patienten Erde zu ignorieren. Wir müssen aber die Dinge beim richtigen Namen nennen: Nicht die Erde, sondern der Mensch ist krank! Adam und Eva bedürften der Heilung und nicht der Planet mit seinen gesamten Lebewesen. Unser Ego hat uns aus dem Paradies vertrieben und so lange es übermächtig unser Herz regiert, wird Fantasialand oder das Auenland sterben, um hier von bekannten Blockbustern zu zitieren, um die Thematik richtig zu übersetzen.

Seit 15 Jahren pflüge ich als Herausgeber einer ganzheitlichen Zeitschrift diesen fränkischen Boden. Manchmal gehen auch mir die Gebete aus. Einige finden Sie dennoch in dieser Ausgabe wieder ...

André Hammon