Eine erholsame Nacht wünscht Ihnen der PRISMA Event-Guide for happy people.

Prisma Ausgabe 97

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Editorial

Okt. und Nov. 2014

A

lter und Krankheit erfreuen sich in Gesprächen der gleichen Beliebtheit wie das Wetter. Wenn Sie einen Menschen fragen, warum er heute nicht gekommen ist, werden Sie vielleicht zu hören bekommen, dass er krank sei. Es würde niemand auf die Idee kommen zu sagen, dass er sich in einem „Zustand der Gesundung“ befinde. Wir spielen gesellschaftlich einvernehmlich das Krankheits- und nicht das Heilungsspiel! Wir zelebrieren das passive Leiden anstatt die aktive Verantwortung für unser eigenes Wohlergeben. Der allgemeine Konsens stellt das Opfer über den Helden, weil Souveränität und Unabhängigkeit in diesem System nicht erwünscht sind. Herr über unser Schicksal sind also nicht wir selbst, sondern mächtige Strukturen der Wissenschaft, der Pharmazie, der Konzerne usw. Das ist Gesetz und das wird auch von der Mehrheit so als Wahrheit verstanden.

Editorial

A

lter und Krankheit erfreuen sich in Gesprächen der gleichen Beliebtheit wie das Wetter. Wenn Sie einen Menschen fragen, warum er heute nicht gekommen ist, werden Sie vielleicht zu hören bekommen, dass er krank sei. Es würde niemand auf die Idee kommen zu sagen, dass er sich in einem „Zustand der Gesundung“ befinde. Wir spielen gesellschaftlich einvernehmlich das Krankheits- und nicht das Heilungsspiel! Wir zelebrieren das passive Leiden anstatt die aktive Verantwortung für unser eigenes Wohlergeben. Der allgemeine Konsens stellt das Opfer über den Helden, weil Souveränität und Unabhängigkeit in diesem System nicht erwünscht sind. Herr über unser Schicksal sind also nicht wir selbst, sondern mächtige Strukturen der Wissenschaft, der Pharmazie, der Konzerne usw. Das ist Gesetz und das wird auch von der Mehrheit so als Wahrheit verstanden.

Das ist in Fragen des Alterns nicht viel anders. In unserem Denken ist Alter mit Krankheit, Einschränkung, Leiden, Einsamkeit usw. verknüpft. Niemand würde es wagen, daran zu denken, dass wir auch 200 oder mehr Jahre alt werden könnten. Unser System ist so mächtig installiert, dass jenseits der 70 kein Raum für großartige Hoffnungen mehr bleibt. Man spricht schon mit Dreißig von den ersten Zipperlein und braucht sich dann nicht zu wundern, wenn man sich mit 60 auf dem Behindertensitz hinter dem Busfahrer – in Gedanken mit seiner Krankheit beschäftigt – wiederfindet.

Könnten Sie sich vorstellen, dass dies vielleicht alles gar nicht wahr ist? Wer sagt denn, dass wir uns ab 60 langsam aus dem aktiven Leben verabschieden und gehäuft in Arztpraxen einfinden müssen? Wenn in unseren Vorstellungen kein Raum für die Möglichkeit eines gesunden Lebens bis ins hohe Alter vorhanden ist, dann wird auch kein Feld geschaffen, in dem Gesundheit und Lebenskraft möglich sind. Wenn wir die Matrix „Alter und Krankheit“ als unumstößlich betrachten, wie soll dann eine andere Erfahrung möglich sein? Ihre Realität ist das, worauf Sie das Licht Ihres Bewusstseins richten. Und Sie sehen nur die Dinge, die Sie anleuchten, nicht wahr? Haben Sie schon mal daran gedacht, den Strahl auf einen anderen Ausschnitt zu lenken? Mit dieser Übung entlasse ich Sie in die Herbstsaison. Bleiben Sie sich treu und prüfen Sie das, was man Ihnen vorsetzt. Vielleicht ist Ihre Realität ja eine ganz andere …