Einen guten Start in einen neuen Tag wünscht Ihnen der PRISMA Event-Guide for happy people.

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Prisma Ausgabe 99

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Editorial

Dez '14 und Jan '15

W

ir formen die Welt nach unseren inneren Bildern. So spiegelt das Außen den Bewusstseinszustand der Erschaffenden. Vergleichen Sie nur mal eine Kathedrale aus der Gotik mit einem Bürokomplex der Gegenwart. In den Köpfen der Erbauer vor 800 Jahren herrschte unumstritten ein anderer Geist, als dies heute bei Architekten der Fall ist. Im 21. Jahrhundert lautet die Devise: Funktionalität vor Ästhetik und Wirtschaftlichkeit vor seelischer Dimension. Entgegen anders lautenden Auffassungen dürfte das Mittelalter vermutlich weniger finster gewesen sein, als dies landläufig propagiert wird.

Editorial

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ir formen die Welt nach unseren inneren Bildern. So spiegelt das Außen den Bewusstseinszustand der Erschaffenden. Vergleichen Sie nur mal eine Kathedrale aus der Gotik mit einem Bürokomplex der Gegenwart. In den Köpfen der Erbauer vor 800 Jahren herrschte unumstritten ein anderer Geist, als dies heute bei Architekten der Fall ist. Im 21. Jahrhundert lautet die Devise: Funktionalität vor Ästhetik und Wirtschaftlichkeit vor seelischer Dimension. Entgegen anders lautenden Auffassungen dürfte das Mittelalter vermutlich weniger finster gewesen sein, als dies landläufig propagiert wird.

Das korrespondiert mit aktuellen Studien, wonach der Mensch auf seinem Evolutionsweg den Höhepunkt seiner „Großartigkeit“ vor etwa 100 Jahren überschritten hat. Die genetischen Deformationen im Erbmaterial infolge schädlicher Substanzen, die der Mensch seit der Industrialisierung unreflektiert in seiner Umwelt hinterlässt, werden zunehmend offenkundig. Auch die genetischen Veränderungen an Lebensmitteln hinterlassen negative Spuren im Erbmaterial unserer Spezies. Müsste der Mensch sich heute mit seinen Vorfahren messen, wären diese nicht nur körperlich kräftiger, zäher, ausdauernder, belastbarer, vitaler und grundsätzlich gesünder, sondern auch geistig freier, kreativer, experimenteller, mutiger und gemeinschaftlicher – so das Ergebnis.

Stellen Sie sich unsere heutige Gesellschaft mal ohne die technischen Errungenschaften der Medizin vor – ohne Transplantationen, künstliche Gelenke oder Herzschrittmacher – von der pharmazeutischen Abhängigkeit ganz zu schweigen. Wir wären ein jämmerlicher Haufen invalider Individuen, die es gerade noch selbstständig vor den Fernseher schaffen. Wer kommt denn heute noch ohne medizinische oder psychologische Hilfe aus? Hier ein Mittelchen gegen Bluthochdruck, dort ein Antidepressivum, hier ein paar Schmerzpillen, dort ein Antiallergikum. Wir haben uns die Selbstverantwortung für einen gesunden Lebensstil abnehmen lassen und geben so die Entscheidung, was gut und richtig für unser Leben ist, an die Industrie und die Medien ab. Damit meine ich nicht die Entscheidung, ob und wann Sie sich das neue iPhone kaufen wollen. Hier geht es nicht um materielle, sondern um persönliche, seelische Unabhängigkeit!

In unserer Gleichmachergesellschaft ist wenig Raum für Perspektiven mit kathedralen Dimensionen. Daher hoffe ich auf Sie, verehrte Prisma-Leserin, verehrter Prisma-Leser. Wollten Sie nicht einen Beitrag für eine lebenswertere und gesündere Welt leisten? Nutzen Sie dieses Forum, um sich und Ihre Angebote und Ideen vorzustellen, sich zu vernetzen und mit anderen zu teilen, wie das etwa im Event-Guide möglich ist. Bekennen Sie Farbe, zeigen Sie Gefühl und Herz. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie es auch anders gehen könnte. Ich zähle auf Sie. Kommen Sie gut ins neue Jahr. Auf uns wartet die einhundertste Ausgabe!