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Prisma Ausgabe 105 Franken

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Editorial

prisma 105 - Dezember '15/Januar '16

A

ngst treibt ihr Unwesen in den Köpfen der Menschen, seitdem Hunderttausende von kriegstraumatisierten Flüchtlingen in den Hafen Deutschland einlaufen. Die zu uns Kommenden aktivieren alte Traumatisierungen durch die vernichtenden Kriege in Europa während des letzten Jahrhunderts. Verfolgung und Vertreibung sind auch ein Teil unserer eigenen Geschichte. Der Asylantenstrom aus dem Nahen Osten erweckt diese kollektiven Prägungen wieder zum Leben und färbt das Alltagserleben jedes Einzelnen ...

Während die eine Seite dazu tendiert, durch aktive Unterstützung der Flüchtlinge unbewusste Ängste und Schuldgefühle wegen der Naziherrschaft zu lindern, drückt die andere Seite ihre Angst vor kollektiver Überwältigung lauthals durch primitive oder aggressive Parolen aus und versucht das Erreichte mit aller Kraft gegen fremde äußere Einflüsse zu verteidigen. Das Volk spaltet sich quasi in zwei Lager, wobei der passive Pol die Schuld des Holocaust und des damit verbundenen schlechten Gewissens durch gute Taten besänftigt, während der Gegenpol sich nicht mehr länger mit der Rolle des Bösewichts identifizieren will und aus ehemaligen Vertriebenen Vertreibende macht.

Leider vergeht seit dem letzten Weltkrieg kein Tag, an dem uns die Schuld des Nationalsozialismus nicht durch gezielte, meist ausländische Medienkampagnen vor Augen geführt wird. Man stelle sich nur einmal vor, dass in Deutschland, wie aktuell in Österreich oder Polen, rechte Nationalpopulisten ab sofort die Mehrheit im Bundestag hätten. Was meinen Sie, wie die Welt auf uns Deutsche schauen würde – vor allem die zum Teil nicht in deutscher Hand liegende Presse? Sicher nicht so gleichgültig wie bei unseren Nachbarn. Warum dürfen andere Länder schamlos ihrem Nationalismus frönen, während bürgerliche PEGIDA-Anhänger hierzulande gleich als Rechtsradikale stigmatisiert werden? Hier arbeiten offensichtlich Medien und Politik Hand in Hand, um Patriotismus zu stigmatisieren und ein Bild des „Gutmenschen“ zu institutionalisieren. Dabei können sich nur Menschen, die sicher verwurzelt sind, furchtlos dem Fremden öffnen.

Das Jahr 2015 hat uns mit der Flüchtlingskrise auf vielen Ebenen zurückgeworfen. Die spirituelle Szene scheint in Auflösung begriffen. Eine Zeitschrift wie die „connection“, die uns mehr als 30 Jahre lang mit spirituellem Tiefgang begleitete, wird zum Jahresende eingestellt. Jeder ist heute mit seinen eigenen existenziellen und psychischen Problemen beschäftigt. Dabei könnten wir als sogenannte „spirituell Erwachte“ uns doch gerade jetzt mit guten Lösungen profilieren! Die Wahrheit ist jedoch: Ich habe seit 19 Prisma-Jahren selten so wenig Engagement und Glauben in unsere Werte erlebt wie in diesem Jahr. Waren die vergangenen Jahrzehnte also nur heiße Luft und verklärte Esomanie, wie etwa der prophezeite Weltuntergang von 2012? Jetzt können wir überprüfen, was unsere Überzeugungen in Zukunft tatsächlich taugen. Ich hoffe auf Ihre Standfestigkeit im neuen Jahr 2016 …