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Andre Hammon»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen ... o gibt es Geister in der Luft, die zwischen Erd' und Himmel herrschend weben, so steiget nieder aus dem goldnen Duft, und führt mich weg, zu neuem, buntem Leben ...« (aus Faust, J. W. Goethe)

Körperlich gefangen in einer Welt der materiellen Begrenzungen, suchte der Mensch von Anfang an Zuflucht in überirdischen Sphären, um seiner Angst vor der Bedeutungslosigkeit zu entrinnen und seinem – gemessen an den undefinierbaren Weiten des Universums – unscheinbaren Leben einen Sinn zu geben. Im Laufe der Evolution haben die Völker viele verschiedene religiöse Modelle entwickelt. Dabei entstanden und entstehen zu keinem Thema so viele Dissonanzen unter Menschen wie in religiösen Fragen. Die meisten Kriege waren und sind noch heute religiös motiviert. Je weiter aber die Wissenschaft in die Welten der Quanten, Quarks und Co. vorstößt, desto relativer erscheinen all unsere spirituellen Konzepte, bis sie sich substanzlos auflösen.

Wenn der Mensch schon im Diesseits nicht in der Lage ist, die Realität des Lebens zu erfassen, wie will er sich dann ein klares Bild vom Jenseits schaffen? Es entbehrt jeglicher Vernunft, heute in Sachen Religion und Glauben zu missionieren, geschweige denn darüber zu streiten, wessen Bild das richtige ist. Zu keiner Zeit war das Diesseits so ernüchternd und das Jenseits so entweiht wie heute. Wir werden wohl damit leben müssen, dass wir die Heiligkeit des Lebens nicht mehr länger personifizieren und in eine Schublade stecken können. Das Wunder des Lebens lässt sich nicht in ein Dogma kleiden, wie wir in unserer aktuellen Ausgabe sehen können.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Inspiration, um Ihren Bildern vom Diesseits und Jenseits ein neues Format zu geben ...

André Hammon
Herausgeber - PRISMA Magazin