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EDITORIAL

111. Ausgabe Franken Dezember 2016/Januar 2017

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Wir befinden uns im Jahre 2016 n.Chr. Ganz Europa ist von Technokraten besetzt ... Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Wallonen bevölkerter Landstrich in Belgien hört nicht auf, den industriellen Eindringlingen aus Kanada Widerstand zu leisten. Und sie machen den europäischen Kosmopoliten in Brüssel das Leben nicht grade leicht.

Die Erfinder der legendären Asterix-Hefte, Goscinny und Uderzo, hätten sicher mit großer Freude den Widerstand der Wallonie in Belgien als Anlass für eine neue Serie genommen. Die Brisanz dieses Themas ist jedoch alles andere als lustig. Die Mehrheit der Bürger Europas lehnt die Freihandelsabkommen CETA und TTIP grundsätzlich ab. Das uns Bürgern inzwischen unfreiwillig aufoktroyierte Freihandelsabkommen CETA wird nämlich dazu beitragen, dass die Eigenständigkeit der Regionen und die Besonderheiten der jeweiligen Kultur und ihrer Bewohner in Europa einem einheitlichen Diktat untergeordnet werden. Die Aufgabe der Medien in diesem bösen Spiel war es, die noch gut funktionierende demokratische Wehrhaftigkeit der wallonischen Region als europäisches Versagen zu verkaufen. Der Widerstand Walloniens ist inzwischen gebrochen. CETA ist Realität!

Das „Unwort“ Lügenpresse gewinnt in diesem Zusammenhang eine neue Dimension, denn es zeigt sich, dass der Mob auf der Straße zu Recht die Voreingenommenheit der Medien unter dem Diktat der Pressedienste und deren Hintermänner anklagt. Als Verleger und Herausgeber kann ich Ihnen nur raten: Verlassen Sie sich nicht auf die Objektivität der etablierten Berichterstattung. Welche Zeitung Sie auch lesen – im „Fränkischen Tag“ steht wortwörtlich das Gleiche wie in den „Nürnberger Nachrichten“ oder in der „Süddeutschen“. Im Rundfunk und im Fernsehen ist es dasselbe. Nachdem die unabhängigen Journalisten wegrationalisiert wurden, bestimmen Einheitsredaktionen die Medienlandschaft in den westlichen Ländern, und sie singen natürlich das Lied ihrer Brotherren und Geldgeber.

Und da sich in den Medien keine objektive Wahrheit mehr findet, findet man sich in scheinbar glaubwürdigeren Verbänden zusammen, wie etwa der „Reichsbürgerschaft“, der „Transitionbewegung“ oder der „AfD“. Da Politiker inzwischen blind für die Belange ihrer Bürger sind und ihre Entscheidungen an einer winzig kleinen Oberschicht ausrichten, die die rosarote Brille des Kapitalismus tragen, schlittern wir zunehmend in gesellschaftliche Spannungen hinein. Um mögliche Unruhen zu kontrollieren, soll die Installation weiterer Überwachungsräume vorangetrieben werden, wie von unserem aus Franken stammenden Innenminister Friedrich vorgeschlagen. Lieber Herr Minister: Durch Überwachung und Verbote löst man nicht das dahinter stehende Problem! Aber das wollen Sie auch nicht! Stimmt’s? Sie müssen ja den totalen Überwachungsstaat weiter voranbringen. Und da ist jedes bürgerliche Aufbegehren als willkommener Anlass recht, dies im Licht der Medien als rechtsradikal zu stigmatisieren.

Wie gut, dass es noch die prisma gibt! Da wir nach anderen Regeln wirtschaften, konnte man uns noch nicht aus der Welt wegrationalisieren. Freuen Sie sich daher auf neue Inspirationen von Menschen aus der Region, die das Leben in Franken bunter und reicher machen. Auch im neuen Jahr stehen wir wieder auf Ihrer Seite als Sprachrohr für mehr Bewusstsein und Vielfältigkeit in Franken …