Eine erholsame Nacht wünscht Ihnen der PRISMA Event-Guide for happy people.

Prisma Ausgabe 76

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Andre HammonDie Kunst der Kommunikation liegt in einer Botschaft begründet, die der Empfänger unmissverständlich versteht und die ihre Absicht transparent vermittelt. Seit Jahren bemühe ich mich um ein ganzheitlich ausgerichtetes Magazin, das auch bei den Lesern und Leserinnen als ein solches verstanden wird. Jedoch sprechen mich immer wieder Menschen an, ob ich denn »dieses Esoterikmagazin« noch herausgebe bzw. wo es erhältlich ist. Ist meine Absicht nicht eindeutig genug?

Als ich Mitte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts die PRISMA ins Leben rief, waren die Inhalte tatsächlich weitgehend der Kategorie Esoterik zuzuordnen. Im Laufe der Jahre ist die PRISMA aber erwachsener geworden und ich konzentrierte mich auf das Thema Gesundheit und Bewusstsein, das auch den Untertitel auf der Umschlagseite kürte. Was hat das mit Esoterik zu tun? So schritt die Wandlung weiter voran und rückte ein ganzheitlicheres Konzept als essenzieller Schwerpunkt in den Vordergrund. Hier gibt es länger kein ent- oder weder! Materiell gut situiert steht nicht im Gegensatz zu einem spirituell ausgerichteten Leben, was bereits in der Ausgabe 49 von 2006 deutlich wurde.

Auch die Errungenschaften der Schulmedizin, um ein weiteres Beispiel zu geben, stehen im erweiterten Sinne nicht konträr zu den Behandlungswegen der Naturheilkunde oder der Komplementärmedizin, auch wenn diese Namensgebung nicht unbedingt den Konsens sucht. Im Grunde könnten beide Richtungen gut partnerschaftlich kooperieren, sofern sie nur wollten. Stattdessen verharrt man gerne in Prinzipien und stellt die Unterschiede heraus. In diesem Beispiel ist die Kommunikation darüber nicht kunstgerecht in Szene gebracht, indem sie differenziert anstatt verbindet.

Diesen Weg der Synthese nimmt sich die neue PRISMA vor und bringt das zusammen, was zusammen gehört. Inhaltlich hat die PRISMA schon lange das Korsett gewechselt. Jetzt ist es an der Zeit mehr Gesicht zu zeigen. Mit den nächsten Ausgaben vollziehen wir den Schritt der Wandlung zu mehr Vernetzung und Weitsicht. Der Zeitgeist prägt auch ein Magazin wie PRISMA. Wer dann immer noch PRISMA mit Esoterik in Verbindung bringt, sollte sein Empfängermodell gründlich überprüfen.

So hoffe ich, dass das neue Erscheinungsbild eine Sprache spricht, die von allen Leser oder Leserinnen richtig interpretiert wird. Ihnen viel Inspiration und viele sonnige Herbsttage ...

André Hammon
Herausgeber - PRISMA Magazin Franken