Einen schönen Abend wünscht Ihnen der PRISMA Event-Guide for happy people.

Prisma Ausgabe 79

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Andre HammonAlles Gute und viel Glück ... So oder so ähnlich lautet der Abspann der meisten Briefe, Glückwunschschreiben oder Verabschiedungen. Wir wünschen uns Glück, was auch immer jeder Einzelne darunter verstehen mag. Für den einen ist es das Geld, für den anderen die Gesundheit, manche assoziieren Glück mit einem guten Job, andere hoffen, in der richtigen Beziehung ihr Glück zu finden.

Meist, und das belegen verschiedene psychologische Studien, suchen wir das Glück in den Bereichen, die wir nicht haben oder nur schwer oder sogar nie erreichen können. Ist das Ziel dann doch in greifbare Nähe gerückt, sind wir nicht wirklich glücklicher als zuvor. Wunscherfüllung schenkt kein bleibendes, sondern nur ein vorübergehendes Glücksgefühl, das einem neuen Bestreben nach einem anderen Glücksobjekt weicht.

Wenn man so will, sind wir alle Jäger eines verlorenen Schatzes, den wir primär im Außen zu finden gedenken. Es ist ein fortwährendes Suchen, wobei das innere Vakuum nicht wirklich aufgefüllt wird. Wir können in diesem Land alles haben, müssen aber akzeptieren, dass wir echtes Glück nicht kaufen können. Eine unglaublich gerechte Einrichtung, die sogar Glück und Armut in Eintracht ermöglicht. Ein Dorn im Auge der Finanzmächtigen. Um Glück gar nicht erst aufkeimen zu lassen, wird eine riesige Produktmaschinerie in Gang gesetzt, die Bedürfnisse nach Dingen weckt, die durch geschickte Propaganda als Glück bringend verkauft werden. Wer's glaubt, wird selig.

Aus buddhistischer Sicht ist Glück das höchste Ziel im Leben eines Menschen. In dieser Lehre verläuft der Weg jedoch in eine andere Richtung: Glück als innere Erfahrung anstelle einer endlosen Suche im Außen nach Objekten der Begierde, die in Wirklichkeit niemand braucht. Wie die Glücksforschung heute beweist, beruht Lebensglück auf einem authentischen und selbstbestimmten Leben, das auf einer familiären Basis und auf sozialem Austausch gründet. Von Geld, Auto oder Eigenheim ist weder in Philosophien noch in Studien die Rede – wie auch in der vorliegenden Ausgabe zu lesen ist.