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Gute Sprache – gutes Leben

Gute Sprache – gutes Leben

Leben jenseits von Gut und Böse

Wie wir uns vom Schwarz-Weiß-Denken befreien können

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eider fällt es uns Menschen meist schwer, uns aus der Polarität der Gedanken zu lösen, weil wir die Welt gerne in Gut und Böse aufteilen. Unsere Vorstellungen sind einfach zu klein, um das Leben in seiner Vielfalt abzubilden. Das Problem ist, dass wir in einer Welt leben, von der wir nicht sicher wissen, wie sie tatsächlich ist. Und weil wir nicht wissen, wie die Welt wirklich ist, wissen wir auch nicht, wie sie sich verhalten wird. Wir müssen also Hypothesen, sogenannte Glaubenssätze, darüber bilden, wie sich die Welt verhalten wird. Sie sind Bestandteil unserer Landkarte von der Welt, mit der wir uns zu orientieren versuchen.

Daher reagieren wir immer nur auf unsere Landkarte von der Welt und nie auf das, was die Welt wirklich ist. Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Sie ist ein Bild davon. Je komplexere Landkarten wir zeichnen, desto differenzierter wird das Erleben.

Vom „Entweder-oder“ zum „Sowohl-als-auch“

Wir haben ein Bedürfnis, die Dinge zu ordnen und zu katalogisieren. Alles andere ist zu abstrakt für uns. Unser Verstand rebelliert, wenn ihm die Orientierung fehlt. In unserem polaren Universum der Gegensätze entscheiden wir uns zwischen zwei Alternativen. Wir definieren uns über das, was wir zu sein glauben bzw. was wir nicht sein möchten. Doch das eine kann ohne das andere nicht sein, wie uns das Prinzip vom Schatten lehrt. Wenn wir etwas nicht sehen möchten, ist es deshalb nicht automatisch weg. Es ist nur aus dem Bewusstsein verdrängt und formiert sich im Hintergrund zu einer Gegenkraft. Das Pendel wird früher oder später wieder ins Gegenteil ausschlagen und das Kräftegleichgewicht wiederherstellen.

Dass wir diese Zusammenhänge in unserem Leben nicht immer wahrnehmen, liegt daran, dass zwischen der Bewegung des Pendels in die eine Richtung und der Gegenbewegung der Faktor Zeit steht. Das kann oft über ein Leben hinausgehen, weshalb spirituelle Traditionen von Karma sprechen.

Daher sollten wir uns bemühen, den „Weg der Mitte“ zu gehen, indem wir die Gegensätze vereinen. Nicht das eine oder das andere ist gültig, sondern beides hat seine Berechtigung. Auf diesem Weg erweitern wir unsere Wahrnehmung, indem wir aufhören, etwas auszuschließen. Vereinigung bedeutet Erweiterung des Bewusstseins. Wir erkennen, dass das eine ohne das andere nicht sein kann bzw. dass das eine sich erst durch das andere offenbart. Wir können uns für ein freudvolles Leben entscheiden, weil wir Leid erlebt haben. Das Leid lehrt uns, Freude zu kultivieren. Auf das Einatmen muss das Ausatmen folgen, und auf den Tag folgt die Nacht. Viele Probleme unseres Lebens lösen sich auf, wenn wir aufhören, darauf zu beharren, dass die Dinge entweder so oder so sein müssen. Denn so ist es einfach nicht im Leben. Das menschliche Leben ist so voller Wunder, dass es sogar groß genug für Widersprüche ist.

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