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Die Kirche wird grün

Die Kirche wird grün

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Die neue Enzyklika fordert zu mehr Umwelt- und Sozialverantwortung auf

„N

iemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten“, lässt Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“ (Gelobt seist du) verlauten. „Unser Haus wird zerstört, und das fügt allen Schaden zu, vor allem den Ärmsten. Mein Appell richtet sich an die Verantwortung. Es geht um die Aufgabe, die Gott dem Menschen in der Schöpfung gab: Den Garten, in den er ihn gesetzt hat, zu bebauen und zu hüten", sagt Franziskus. Und er geht noch weiter, indem er die Unterwerfung der Politik unter die Wirtschaft anprangert. „Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil nur in Katastrophen enden kann", so der Papst in seiner ersten Umwelt-Enzyklika. Die Konzerne verfolgen durch ihr kurzsichtiges und auf schnelle Gewinne ausgerichtetes Verhalten und Handeln letztendlich ein selbstmörderisches Programm.

Konkret spricht Franziskus dabei die wesentlichen Faktoren an, die das natürliche Gleichgewicht aus dem Lot gebracht haben.

1. Umweltverschmutzung, Erschöpfung der natürlichen Ressourcen und Verlust der biologischen Vielfalt als Folge einer „anthropozentrischen Maßlosigkeit“, die sich in unserer Wegwerfkultur und dem kurzfristigen Gewinnstreben der Wirtschaft äußert.

2. Der Klimawandel als globales Problem mit ernsten ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Dimensionen.

3. Soziale Ungerechtigkeit und Wachstum auf Kosten der Armen. Franziskus mahnt zur Entschleunigung eines Wirtschaftswachstums, das vor allem auf Kosten der Armen geht.

4. Unterwerfung der Politik unter das Finanzwesen. Nicht die Vernunft, sondern die Gier nach Macht und Ressourcen regiert die Welt.

5. Geistige Umweltverschmutzung durch die bloße Anhäufung von Daten ohne Reflexion und Dialog. Dazu der Pontifex: „Durch die überwältigenden Angebote entsteht eine tiefe und wehmütige Unzufriedenheit in den zwischenmenschlichen Beziehungen oder eine schädliche Vereinsamung."

Vor allem in den konservativen Kreisen Amerikas wird die Enzyklika abgelehnt, da die meisten US-Bürger ihren verschwenderischen Lebensstil nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Die Enzyklika ist aber auch ein Appell an die „christlichen“ Parteien in Deutschland, die bisher Wachstum immer höher bewerteten als eine verantwortungsbewusste Umweltpolitik.

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