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Das große HEILPFLANZEN-Kompendium

von Brigitte Addington

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Ausbildung Phytotherapie

Brigitte Addington
Zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester
Kommunikationszentrum für Kräuterkundige weltweit, Erlenfeld 19a, 91096 Erlangen
Fon: 09131-93 172 96 oder www.sonnetra.de.


Alphabetische Schnellsuche nach Name der Heilpflanze

Sauerampfer (Rumex acetosa)

Familie der Knöterichgewächse

Beschreibung

Sauerampfer ist eine ausdauernde Pflanze. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 80 cm. Das delikate Blattgemüse wurde schon in Großmutters Garten als wichtige Heil- und Gewürzpflanze kultiviert und in Frankreich gilt sie noch heute als Delikatesse.

Vorkommen und Standort

Ideal für den Sauerampfer ist ein feuchter, lemig-humöser Boden in sonniger Lage. Man findet ihn in lichten Wäldern, Grabenrändern und Wiesen. Mittlerweile gibt es etwa 200 Ampfer-Arten weltweit, einige wildwachsend, andere werden gezüchtet.

Inhaltsstoffe

Rumex acetosa ist sehr reich an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Flavonoiden. Außerdem enthält er Oxalsäure, Gerbstoffe und auch viel Vitamin C (117 mg pro 100 g), Provitamin A (0,215 mg pro 100 g) und Eiweiß (2,8 g pro 100 g). Da kann kaum eine Kulturpflanze mithalten! Menschen die an Rheuma, Gicht oder Steinerkrankungen leiden, sollten Sauerampfer nicht roh in großen Mengen essen (ebenso Rhabarber oder Spinat), wegen der Oxalsäure.

Verwendung zu Heilzwecken

Das unscheinbare „Un“- Kraut ist sehr blutreinigend und verhilft so zu einem makellosen Hautbild. Es schmeckt sauer wegen seines hohen Gehalts an Vitamin C und der Oxalsäure. Der Sauerampfer löscht den Durst, macht wach, vital, und lustig, denn sauer macht lustig. Die Volksmedizin verwendet den Sauerampfer gerne, die Schulmedizin dagegen kaum. Er wird bei mangelndem Appetit, als harntreibendes und leicht abführendes Mittel genutzt. Auch schreibt man ihm einen günstigen Einfluss auf die Leber zu. Er ist außerdem entzündungshemmend, fiebersenkend, antiphlogistisch, antimikrobiell und wirkt antioxidativ. Sauerampfer ist manchmal in Präparaten gegen Nebenhöhlenentzündungen und Bronchitis enthalten. Sauerampfer ist Bestandteil eines als „Essiac“ bekannten Antikrebsmittels der nordamerikanischen Indianer. Weitere Zutaten sind Große Klette, Rotulme und Medizinalrhabarber Das würzige Kraut von der Wiese ist eine der wichtigsten Wildpflanzen für die Küche. Durch das Kochen wird übrigens die Oxalsäure abgebaut. Der Sauerampfer ist eines der sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Soße. Verwendung finden die jungen zarten Blätter in Suppe, Dips, Saucen, Aufläufen, Gemüse, Spinat. Sauerampfersoßen schmecken zu Wild, Fleisch, Fisch und gekochten Eiern. Hervorragend schmeckt junger Sauerampfer zu allen Salaten.

Volksheilkunde und Magie

Bereits bei den Ägyptern und im alten Griechenland war er geschätzter Bestandteil des Speisezettels. Er war unter dem heutigen Namen auch den römischen Ärzten bekannt. Plinius berichtet z.B., dass römische Soldaten durch Sauerampfer von Skorbut befreit wurden. Mit dem Sauerampfer wurden auch Rost, Schimmel und Tintenflecken auf Holz entfernt. Ferner wurde er zum Putzen von Silber und Flechtwerk benutzt. Im 19. Jahrhundert bewährte er sich in Amerika als mild wirkendes Abführmittel, was auch heute noch bei den modernen medizinischen Verfahren anerkannt wird. Wer von uns hat nicht früher auf der Wiese Sauerampfer genascht? Es sind dies die ersten positiven und schönen Erfahrungen in der Natur, die vielleicht den Grundstein für einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt legen. Denn nur das was wir kennen und schätzen, werden wir schützen. Zeigen Sie deshalb Ihren Kindern und Enkelkindern den Sauerampfer und naschen Sie gemeinsam ein paar Blättchen.

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