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Das große HEILPFLANZEN-Kompendium

Heilpflanzen-Kompendium

von Brigitte Addington

- gelistet nach Erscheinen

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Brigitte Addington
Zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester, Kommunikationszentrum für Kräuterkundige weltweit, Erlenfeld 19a, 91096 Erlangen, Fon: 09131-93 172 96 oder www.sonnetra.de.


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Wacholder (Juniperus communis)

Juniperus communis

Das Zypressengewächs gehört zu den zweihäusigen Gewächsen, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen.

Beschreibung

Das Zypressengewächs gehört zu den zweihäusigen Gewächsen, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Der männliche Strauch bildet gelbe Kätzchen mit vielen Staubgefäßen. Die weiblichen Sträucher tragen runde, fleischige Zapfen, die allgemein als „Beeren" bezeichnet werden. Diese anfangs grünen Samenstände benötigen zwei bis drei Jahre, bis sie schwarz gefärbt und reif sind. Reife und unreife Früchte sind gleichzeitig an den Zweigen zu finden.

Vorkommen und Standort

Das bis zu 15 m hoch wachsende, anspruchslose Gewächs kommt in ganz Europa vor. Es besiedelt Magerwiesen, Heiden, felsige Hänge und lichte Wälder und ähnelt im Nebel menschlichen Gestalten. Juniperus communis steht bei uns unter Naturschutz. Nur die Beeren dürfen geerntet werden. In den Alpen, hoch oben im Gebirge, wächst der Alpen-Wacholder (Juniperus communis subsp. alpina). Der Bestand ist noch nicht gefährdet und deswegen nicht geschützt.

Inhaltsstoffe

Der Nadelbaum enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide und Harze.

Verwendung zu Heilzwecken

Die gesamte Pflanze ist heilkräftig, doch werden vorwiegend die reifen Beeren verwendet. Wacholder fördert die Durchblutung der Nieren und kann somit zur Durchspülung bei Stein- und Blasenleiden eingesetzt werden. Außerdem wirkt er allgemein stärkend bei nervlichen Belastungen. Er ist verdauungs-, stoffwechsel- und durchblutungsfördernd, wirkt lindernd bei Rheuma, Gicht und chronischer Arthrose in Form von Tee, Tinktur, Öl, Sirup, als Gewürz oder roh gegessen. Als ätherisches Öl im Fußbad angewendet, unterstützt uns Wacholder bei Erkältungen oder Husten, da die Wirkstoffe wärmend, fiebersenkend und keimtötend wirken. Wenn äußerlich Wacholdersalbe aufgetragen wird, kommt bei Hautleiden, Flechten und Ekzemen die blutreinigende Wirkung zum Einsatz.

In der Küche ist Sauerkraut ohne die blähungswidrigen Wacholderbeeren, die zudem den Geschmack steigern, kaum vorstellbar. Köstlich ist Wacholderbutter, mit feinst gemörserten Beeren und etwas Zitronenschale, als Brotaufstrich oder zu Fisch- und Wildgerichten! Die Beeren sind auch die Geschmacksgeber im berühmten Schwedenbitter sowie in Steinhäger und anderen Kräuterschnäpsen. Selbst in manchen Colagetränken sind sie enthalten. Achtung: Juniperus darf nicht in der Schwangerschaft sowie bei chronischer Niereninsuffizienz oder entzündlichen Nierenerkrankungen verwendet werden!

Volksheilkunde und Magie

Ein alter Volksspruch sagt aus, wie sehr man den Wacholderbusch früher geschätzt hat: „Vor dem Holunder musst du den Hut ziehen, vor dem Wacholder aber musst du niederknien.“ Gerade die alten Kräuterkundigen wie Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp lobten die Pflanze sehr. Im Wacholder verehrte man früher die Ahnen, weshalb man ihn auch oft am Friedhof antrifft. Wie der Hollerbusch, so zeigt auch der Wacholder an, wo es von unserer Welt in die Anderswelt geht. Seine Wurzeln sind Tore zur Unterwelt, und die Schlüssel zu ihren Schätzen sind hier verborgen. Kranewitt ist ein noch älterer Name des Wacholders, der besagt, dass sich in Juniperus die Erdmutter zeigt und man sich in Notlagen über die Pflanze als Vermittlerin an sie wenden kann. Dieser stachelige, wehrhafte Schutzbaum des Lebens birgt magische Kräfte in sich, vor denen der Teufel flieht. Durch Ausräuchern von Räumen mit Wacholder erneuert sich die Lebenskraft von Mensch und Tier; Wacholder bringt Wärme, Reinigung und Schutz vor Ansteckung, Ungeziefer und ungebetenen Geistern.

In unserer hektischen Zeit kann der Geist der Pflanze uns helfen, wieder das Getragenwerden durch Mutter Erde zu spüren. In stürmischen Zeiten kommt er uns zu Hilfe und schenkt uns den Impuls der Ruhe. Er lehrt uns, die Stürme an uns vorüberziehen zu lassen, durch sie zu lernen und gestärkt neu aufzuwachen, aufmerksam beobachtend, in uns horchend. Das festigt die Liebe zum Leben!

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