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Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Familie der Johanniskrautgewächse oder Hartheugewächse

Beschreibung

Das Johanniskraut besitzt am harten Stängel zwei Längskanten. Die gelb leuchtenden Blüten sehen aus wie kleine Abbilder der Sonne. Sie tragen am gezähnten Rand kleine schwarze Punkte, aus denen sie beim Zerreiben einen dunkelroten, warm-balsamisch duftenden Farbstoff freisetzen, das Hypericin. Auch die Blätter enthalten diese Öldrüsen.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält Gerbstoffe, Flavonoide und den Hauptwirkstoff, das Hypericin. Je länger und intensiver die Sonne scheint, umso mehr reichert es sich an. Wenn empfindliche Menschen das Heilkraut zu sich nehmen, kann es zu einer Lichtempfindlichkeit der Haut kommen, d.h. bei intensiver Sonnenbestrahlung können Pigmentveränderungen auftreten, die aber reversibel sind, d.h. zurückgehen, sobald diese Personen entweder nicht mehr in die Sonne oder unter das Solarium gehen oder aufhören, das Kraut zu sich zu nehmen.

Vorkommen und Standort

Wir finden Johanniskraut an Weg- und Waldrändern, auf trockenen Wiesen und Schotter überall in Europa und Asien, wo es warm genug ist. Die kostbare Heilpflanze sollten wir um den 21. Juni zur Sommersonnwende pflücken. Die Sonne hat zu diesem Zeitpunkt ihren höchsten Stand am Himmel erreicht, und höchste Kraft und Energie des Lichts sind dann in dieser Pflanze eingefangen.

Verwendung zu Heilzwecken

Wissenschaftliche Studien belegen die antidepressive und schmerzlindernde Wirkung dieser Sonnenpflanze. Ein Tee aus Johanniskraut hellt die Stimmung auf und bringt Licht ins Gemüt. Das stoffwechselanregende Kraut stärkt die Nerven, vertreibt Ängste und hebt die Lebensenergie. Beschwingt und mit neuer Kreativität bewältigen wir die Anforderungen des Lebens. Bei Kindern kann der Tee gegen Konzentrationsstörungen und Bettnässen sehr hilfreich sein. Einreibungen mit dem erwärmenden Johanniskrautöl werden empfohlen bei Trigeminusneuralgien, Blutergüssen, Drüsenschwellungen, Rückenschmerzen, Schürfwunden, Rheuma und Bauchschmerzen bei Säuglingen. Selbst bei Gürtelrose beruhigt das Öl die Haut nach dem Verschwinden der Bläschen. Ein Gesichtsdampfbad oder eine Kompresse mit Johanniskrauttee reinigt und belebt fettige und unreine Haut. Das rote Pigment regt unseren Zellstoffwechsel an, indem es die Zellatmung aktiviert und so den kleinsten Teilen unseres Körpers Energie gibt.

Herstellung von Johanniskrautöl

50 Gramm frisch gesammelte Johanniskrautblüten mit 200 Gramm Öl ihrer Wahl (z.B. Oliven-, Sonnenblumen- oder Jojobaöl) übergießen und in einem durchsichtigen Glas in die Sonne stellen. Gelegentlich schütteln. Nach ca. 6 Wochen sollte das Öl eine leuchtend rote Farbe angenommen haben. Es wird nun abgeseiht und in ein dunkles Glas umgefüllt.

Volksheilkunde und Magie

Schon Hippokrates kannte die entzündungswidrige Wirkung des Hartheugewächses. Johanniskraut war die „heilige Blume“ des germanischen Lichtgottes Baldur. Die „Sonnenkönigin der Pflanzen“ als Schutzamulett getragen oder in die Jacke eingenäht wehrt dunkle Mächte ab und schützt vor Blitzschlag. Um ein Gewitter zu verscheuchen, verstreuten die Bäuerinnen früher etwas Johanniskraut auf dem Herd. Es eignet sich wunderbar zum Räuchern, und da es dem Element Feuer zugeordnet ist, kann es dazu verwendet werden, mit den Feuergeistern Kontakt aufzunehmen.
Diese Pflanze trägt die ganze Kraft der Sonne in sich und kann in dunklen Zeiten wieder Licht in unser Leben bringen und Seele und Körper gleichermaßen heilen.

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