Eine erholsame Nacht wünscht Ihnen der PRISMA Event-Guide for happy people.

Zinnkraut, Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Familie der Schachtelhalme

Beschreibung

Wie ein Pferdeschwanz sehen die jungen Triebe der Pflanze aus, und so ist es nicht verwunderlich, dass der lateinische Name Equisetum „Pferdeschwanz“ bedeutet. Das Beiwort arvense nimmt Bezug zum Standort, dem Acker. Die rauen Stängelglieder des wie kleine Tannenbäumchen wirkenden Krautes sind ineinander geschachtelt und lassen sich leicht auseinander ziehen und wieder zusammensetzen, weshalb man auch vom „Schachtelhalm“ spricht. Die weit verzweigten Rhizome erstrecken sich bis zu 2 Meter tief in die Erde.

Vor etwa 350 Millionen Jahren, lange bevor der Mensch die Erde bevölkerte, gab es Schachtelhalme mit der stattlichen Höhe von bis zu 30 m, die zusammen mit riesigen Farnen und Bärlappgewächsen ausgedehnte Wälder bildeten. Die urzeitliche Pflanze vermehrt sich nicht durch Samen, sondern über Sporen.

Achtung: Nicht mit dem giftigen Sumpfackerschachtelhalm (E. palustre) verwechseln!

Inhaltsstoffe

Frisches Zinnkraut kann je nach Bodenbeschaffenheit bis zu 16 % Kieselsäure enthalten. Außerdem beinhaltet es unter anderem Flavone, Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Wegen seines hohen Gehalts an Kieselsäure (Silizium) kann das Kraut zum Putzen von Zinn, als „Urzeitscheuermittel“ oder „Schmirgelpapier“ verwendet werden. Ein starker Teeaufguss aus Zinnkraut lässt die Edelstahlspüle in der Küche blitzblank glänzen – umweltschonend und gänzlich ohne Chemie! Auch als Pflanzenschutzmittel kann Zinnkrauttee wunderbar dienen, z.B. bei Braunfäule von Tomaten und bei Mehltaubefall an Gartenpflanzen.

Vorkommen und Standort

Zinnkraut ist eine Pionierpflanze der Kiesgruben, Schuttplätze und Äcker. Manchmal wird die Pflanze im Spätsommer von einem Pilz befallen (braune Flecken am Stängel und an den Ästchen). Solche Pflanzen sollten nicht verwendet werden, da sie unverträglich sein können.

Verwendung zu Heilzwecken

Zinnkraut kommt überall dort zum Einsatz, wo eine Bindegewebsschwäche vorliegt. Silizium festigt Zähne, Zahnfleisch, Haare, Nägel, Sehnen, Knorpel und Knochen und wirkt blutstillend. Wer Probleme mit Hautunreinheiten, Krampfadern, Blasenschwäche, Gebärmuttervorfall, Osteoporose, Bandscheibenschäden hat oder seinen Bewegungsapparat stärken möchte, für den kann Zinnkrauttee sehr hilfreich sein.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Erkrankungen der Blase und Nieren. Eine Teilnehmerin meiner Heilpflanzenschule berichtete mir, dass sie nach einer kurmäßigen Einnahme dieses Kräutertees kolikartige Schmerzen bekam. Wahrscheinlich war es Nierengrieß, der sich gelöst hatte und ausgespült wurde. Bei Entzündungen der ableitenden Harnwege wirkt der Tee entzündungshemmend und schmerzlindernd. Auch bei Lungenerkrankungen kann er eingesetzt werden. Es wird sogar angenommen, dass Tumore durch längeren Gebrauch des Zinnkrauttees in ihrem Wachstum gehemmt und zur Rückbildung gebracht werden können. In Kombination mit Brennnessel wird er außerdem bei Blutarmut empfohlen.

Hinweis: Schachtelhalm-Tee nicht einfach überbrühen, sondern 20 Min. köcheln lassen, denn erst dadurch lässt sich möglichst viel Kieselsäure aus der Pflanze lösen.

Volksheilkunde und Magie

Schon Pfarrer Kneipp stillte Blutungen mit einem Presssaft des urzeitlichen Gewächses innerhalb kürzester Zeit. Die Pflanze stärkt das Wurzelchakra und kann Urvertrauen aufbauen. Wir können in die Tiefe unseres Seins gelangen und altes Wissen hervorholen. Die kleine tannenbaumartige Pflanze mit Antennen ins Universum verleiht uns Strukturkraft, Gliederung und Klarheit der Gedanken.

Artikel als PDF herunterladen: