Eine erholsame Nacht wünscht Ihnen der PRISMA Event-Guide for happy people.

04.11.2016 Email zum Editorial "Mainstream und Rechtspopulismus"

Hallo Herr Hammon,

Seit Jahren bin ich begeisterte Leserin Ihrer Zeitschrift. Gerne lese ich auch Ihr Vorwort, bei dem ich mir sehr häuifg freute, eine weltoffenen und liebevolle und auch pointierte Sicht der aktuellen Lage zu finden, die ohne Polemik und Verunglimpfung den aktuellen Ist-Zustand abbildet.

Seit einiger Zeit stelle ich allerdings zu meinem großen Bedauern eine Veränderung dieser Weltsicht fest. In ihrem editoral der Ausagabe Okt/Nov kann ich Ihnen, was Ihre Aussagen zum Aushalten der Demokratie betrifft zustimmen. Doch Ihre Fragen, die Sie am Ende stellen, finde ich absolut menschenverachtend, denn der wertende Vergleich zwischen den Armen im Lande und den Flüchtlingen ist für mein Empfinden nicht möglich. Wer gibt uns denn das Recht zu entscheiden, welches Leid schwerer wiegt?

Wie eine Gesellschaft und deren Politik mit jeglicher Not der Menschen umgeht, zeigt ihren Zustand bzw. deren Verfall. Und hier stimme ich wieder mit Ihnen überein, das hier vieles in unserer Gesellschaft verbesserungswürdig ist. Doch der Versuch, dieses mit der Gegenüberstellung, wie sie diese sogar durch das Vorschalten des Artikels "Kein Essen..." auch noch optisch hervorzuheben versuchen, ist indiskudabel und nicht mit der Frage " ... nur eine berechtigte Frage nach der Gerechtigkeit in unserem Lande...." zu entschuldigen. Für mich ist das billiger Populismus.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich das Auffinden Ihrer Zeitschrift zukünftig wieder mit weniger "Bauchschmerzen" und mehr Freude empfinden könnte.

Mit herzlichen Grüßen
Petra Helmreich


Hallo Frau Helmreich,

vielen Dank für Ihren ausführlichen und bedachten Leserbrief. Ich bin grundsätzlich immer über ein Feedback unserer Leser und Leserinnen sehr dankbar, da wir hier unseren Kurs mit den Bedürfnissen der Menschen „da draußen“ abstimmen und berichtigen können.

Die Debatte über die Flüchtlinge verstummt zunehmend, da wir vor anderen Herausforderungen stehen, die sich viel schlimmer konstellieren, wie z.B. der zunehmende Konflikt zwischen Russland und den westlichen Ländern, vor allem wo jetzt China sich hinter Russland stellt. Da klingt es doch verlockend, wenn ein „Populist“ wie Donald Trump sich mit Russland versöhnen möchte und „erschreckend“, wenn eine „Demokratin“ wie Hillary Clinton das Spannungsfeld weiter anstachelt.

Das Beispiel macht deutlich, dass wir heute nicht mehr sagen können, dass „linke“ Richtungen sich um menschliche und soziale Probleme bemühen und „rechte“ Gruppierungen radikalisieren. Am Beispiel der Grünen können wir gut beobachten, wie ökologische Standards aufgeweicht wurden und aus einer Friedenspartei eine Mitläufervereinigung wird, die sich geschlossen hinter Bundeswehreinsätze im In- und Ausland stellt.

Um nochmal auf Ihr Anliegen mit den Flüchtlingen zu sprechen zu kommen, tragen wir auf deren Rücken unsere Unfähigkeit aus, adäquat und gerecht im Sinne aller zu handeln. Die Tage stelle ich einen Artikel auf meine persönliche Webseite, wo ich aufzeige, wer alles von der Flucht profitiert:

    1. kirchliche und karitative Einrichtungen,
    1. 2. soziale Einrichtungen und Fachdienste,
    1. 3. gemeinnützige Träger und Hilfsorganisationen,
    1. 4. Sozialverbände, Sozialstationen und Wohnheime,
    1. 5. öffentliche Träger für soziale Einrichtungen,
    1. 6. Bildungsträger und Zweckverbände der Wirtschaft,
    1. 7. Ärzte, Praxen, Krankenhäuser und Pflegedienste,
    1. 8. Vermieter und Immobilienbesitzer,
    1. 9. Industrie und Wirtschaft durch Konsumenten und billige Arbeitskräfte.
  • Machen wir uns nichts vor: denen geht es nicht um humane Hilfen, sondern ums Geldverdienen. Und diese Lobby macht am meisten Druck, uns Migranten schmackhaft zu machen. Was das in der Praxis bedeutet, habe ich bsw. in diesem Sommer häufiger erlebt, als ich z.B: mit meinem Sohn im Kletterpark war. Einige Kleinbusse mit Flüchtlingen haben dort einen netten Freitzeitausflug auf Staatskosten gemacht. Sie müssen wissen, dass der Eintritt pro Person 18,- € kostet. Und wenn mir mein großer Sohn erzählt, dass im Erlangener Studentenwohnheim manchmal zwei oder sogar drei Studenten sich ein Wohnklo teilen, weil unser Staat dem Vermieter keine Zuschüsse im Gegensatz zu Flüchtlingen gewährt, dann frage ich mich, was diesem System das zukünftige Kapital einer Gesellschaft - nämlich u.a. unsere Studenten - Wert ist.

    Ich gebe Ihnen Recht. Die Flüchtlinge können nichts dafür. Und dass wir humane Hilfen leisten müssen kann ich als studierter Sozialarbeiter nur unterstützen. Ich sehe aber eine wachsende Ungerechtigkeit in der Bevölkerung. Und aus Kreisen meiner mir bekannten Sozialarbeiter höre ich in der Regel keine froh stimmenden Botschaften.

    Vielleicht sollten Sie auch mal bedenken, was wir zusätzlich ins Land massenweise importieren: nämlich ein rückständiges System, den Islam. Ich lese gerade den Spiegel-Bestseller von Hamed Abdel-Samad „Der Koran – Botschaft der Liebe und des Hasses“. Uns muss ein Moslem sagen, dass wir keine friedliche Religion, sondern ein arglistiges Regime hier ins Land lassen, das weder Säkularisation noch Aufklärung gekannt hat und jemals kennen wird, da die Imame von Saudi-Arabien aus gebrieft werden, wo Religion und Politik eins sind, siehe Beispiel Recep Tayyip Erdogan.

    In den islamischen Ländern geht die Nachricht durch die Netzwerke, dass alle Moslems eingeladen sind, nach Deutschland zu emigrieren und das Land zu besetzen. Gott hat die „Nichtgläuben“ gestraft, keine Kinder mehr zu bekommen. Das ist das Zeichen, das Land zu besetzen und möglichst viele Kinder zu zeugen. Sie müssen mal in den Geburtsstationen fragen, wie hoch der Ausländeranteil an Neugeburten sind. 30 % waren es noch 2010. Heute kommen auf jeden neugeborenen Deutschen fünf neue Ausländer, wie das Bundesamt für Statistik das im Juni 2016 bekannt gab.

    Finden Sie das in Ordnung? Ich habe in der Vergangenheit zwei Freunde an den Islam „verloren“, die mich jetzt als „ungläubig“ betrachten und mit uns nichts mehr zu tun haben wollen. Ich sehe meine Aufgabe als Herausgeber eines Bewusstseinsmagazins auch darin, auf solche therapiebedürftigen Denkmodelle aufmerksam zu machen. Nennen Sie mir doch bitte eine Errungenschaft, die der Islam die letzten 500 Jahre hervorgebracht hat. Aber die Errungenschaften der „Ungläubigen“ gebrauchen, wie Auto, Handy, Flugzeuge, Medien usw. Ich habe nach langem Suchen doch was gefunden: den Döner.

    Um nochmal auf Ihren vorgeworfenen Populismus zu sprechen zu kommen, hat der Begriff an und für sich keine negative Bedeutung. Übersetzt lässt sich das Phänomen sehr positiv deuten, nämlich als dem Volk und der Öffentlichkeit zugewandte Ausdrucksform. Warum sollte Bürgernähe verwerflich sein? Ich lasse mich nicht mehr auf die Medienhetze gegen kritische Stimmen „im Volk“ ein.

    Mein neuer Beitrag im Editorial geht um die Bevormundung des Bürgers und um die „Lügenpresse“, die propagandistische Absichten verfolgt, den Bürger für dumm zu verkaufen. Als Medienvertreter kann ich dies bestätigen. Dieses Mal also nichts über Flucht und deren Profiteure. Aber weiterhin Polemisches von mir ...


    Mit vielen Grüßen,
    André Hammon

      Verleger, Herausgeber