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26.10.2016 Email Zum Thema "AFD"

Hallo Herr Hammon,

Richtig ist, dass die Macht im Neokapitalismus bei den Konzernen liegt. Was jedoch ignoriert wird, dass die Fortschrittlichen Menschen häufig Probleme von der Regierung und den Konzernen bekommen. Was die AFD betrifft, ist es wichtig, sich realistisch mit ihr auseinanderzusetzen. Sie schreiben einerseits, dass man sich um Obdachlose und Alleinerziehende mehr kümmern soll. Andererseits verteidigen Sie die AFD, da sie behauptet, sie sei eine Alternative, obwohl sie genauso eine normale Partei ist. Sie war von Anfang an ein "Club der Unternehmer" und sie ist eine besonders prägnante "Partei der Besserverdienenden"- wenn man ihr Programm anschaut und es analysiert, erkennt man, welche Interessen sie vertritt und das sind nicht die Interessen der Protestierenden. Frauke Petry sagte vor 2 Jahren: wir sind gegen einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn". er sei ein "neosozialistisches" Konzept, ihr Stellvertreter Jörg Meuthen forderte die "ersatzlose Streichung der ungerechten, leistungshemmenden Erbschaftssteuer".

Besonders 'sozial' soll es in der AFD auch in der Steuerpolitik zugehen. Sie will nämlich Spitzensteuersatz von 45% auf 25% senken. Zum Ausgleich soll die Arbeitslosenversicherung privatisiert - bedeutet wohl Wegfall der Arbeitgeberbeiträge - und die Arbeitnehmer-Unfallversicherung abgeschafft werden. Auch Alleinerziehende können sich freuen: "eine staatliche Finanzierung des selbstgewählten Lebensmodells 'Alleinerziehend' lehnt die AFD jedoch ab.

Die AFD befürwortet nicht nur die unsoziale Schuldenbremse, die momentan die Parlamente zwingt, noch mehr zu kürzen, sondern will als weitere Fessel eine neue "Steuer- und Abgabenbremse" im Grundgesetz verankern. Orientierungspunkt soll die derzeitge Quote aus Steuern und Sozialabgaben sein,die aktuell bei rund 39 Prozent des BIP liegt - mehr dürfe der Staat nicht mehr abschöpfen. Das führt zu neuen Sparzwängen bei den Sozialausgaben, die eingesparten Sozialmilliarden kommen den Besserverdienenden zugute. Vielleicht für Sie eine Überrraschung: gegen Zuwanderung ist die AFD auch nicht, sondern für "Zuwanderung zum Nutzen der deutschen Gesellschaft", das unterscheidet sich nicht mal in der Formulierung von anderen Blockparteien. Ich hoffe, Sie setzen sich mit der AFD künftig genauer auseinander und berichtigen Ihre Aussage in der nächsten Prisma im Dez. 2016

Mit freundlichen Grüßen

R. Wolf


Sehr geehrte Frau Wolf,

danke für Ihren Leserbrief.

Im meinem Editorial habe ich nicht geschrieben, dass die AfD eine „Alternative“ zum derzeitigen Parteiensystem ist. Ich schrieb: „Die AfD ist ein Indikator für die wachsende soziale Schieflage im Land.“

Das ist ein großer Unterschied. Ich werde als Herausgeber keinesfalls „Partei“ ergreifen, sondern mich „neutral“ verhalten. Ich nehme mir aber das Recht heraus, Umstände anzuprangern. Wenn Vermieter Anreize bekommen, Wohnungen an Flüchtlinge zu vermieten, unsere Studenten aber zu Dritt in Wohnklos leben müssen, weil es hier keine Zuschüsse gibt, ist das für mich ein Indikator dafür, dass unserem Staat das zukünftige Potenzial unserer Gesellschaft, unseren Studenten, keinen Pfifferling wert ist.

Dass Parteien ihr Programm immer wieder modifizieren, sollte mich nicht dazu veranlassen, mir ein festes Bild von einer Partei zu machen. Die AfD wird für die nächste Bundestagswahl sicher Änderungen im Programm durchführen und Schwerpunkte setzen. Dann wird man sehen, ob das eine „Alternative“ zu den etablierten ist.

Die Grünen tendieren jedenfalls zunehmend dazu, das Wählerpotenzial von Migranten und Ausländern zu nutzen. Die Farbe GRÜN passt ja schon mal zum Islam. An den Grünen kann man gut erkennen, dass eine einstige Friedenspartei sich geschlossen hinter Auslandseinsätzen der Bundeswehr stellt und damit ihre Käuflichkeit gut demonstriert. Es wäre daher folgerichtig, dass diese Partei bei der nächsten Bundestagswahl unter der 5 % Hürde bleibt.

Mit vielen Grüßen,

André Hammon

Verleger, Herausgeber