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... von Helmut Bauer

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Helmut Bauer

Helmut Bauer ist Qigong und Taiji-Lehrer/-Ausbilder in Bamberg und bildet für die Deutsche Qigong-Gesellschaft Kursleiter und Lehrer aus. Er ist Mitglied des Ausbildungsbeirats der DQGG und Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender von Tao e.V., einem Verein zur Gesundheitsförderung.
Die acht Brokat-Schätze - Teil 1

Die acht Brokat-Schätze - Teil 1

"Den Himmel stemmen"

Die Ba Duan Jin-Übungen öffnen die Meridianverläufe und wirken sich positiv auf alle inneren Organe und ihre Funktionen aus. Die Energieleitbahnen stehen mit den Zehen und Fingern in Verbindung, deshalb aktivieren die Dehn- und Streckübungen der Ba Duan Jin-Form, koordiniert mit achtsamer und gerichteter Atmung, den Energiefluss. Das gesamte Netzwerk der Meridiane wird aktiviert und die Lebenskraft Qi kann frei und stark fließen. Diese Form wurde bereits vor ca. 2000 Jahren geübt.

Ausgangsposition ist die Wu Chi-Position: Die Füße stehen schulterbreit und parallel, die Arme hängen locker an den Seiten. Das Belasten des Vorderfußes lenkt das steigende Qi nach oben zum Scheitelpunkt und das Belasten der Fersen führt das sinkende Qi nach unten.
Die Atmung während der Durchführung der Form: Die Einatmung geschieht in der Vorstellung mit dem unteren Dantian (Nabel). Die Ausatmung lenkt das Qi vom Nabel aus in die Füße. Von dort wird das Qi – mit dem Rückhalt der Erde – mit dem Aufrichten des Körpers nach oben in die Arme gesendet und zum Scheitel geschickt. Ein hilfreiches Bild dabei ist eine fünfblättrige Blume. Das Einatmen geschieht in der Vorstellung durch den Blütenkelch (Nabel), und dann entfaltet sich das Ausatmen in die fünf Blütenblätter: in die zwei Beine und zwei Arme und hin zum Scheitel.
Das innere Lächeln lenkt dabei den Atem, der Atem lenkt das Spüren und die Bewegung. Dadurch werden die drei Säulen der Achtsamkeit vereint: Geist, Atem und Körper.

  • Aus der Wu Chi-Position steigen die Arme vor die Brust, als würde man sich einen Qi-Ball vor die Brust halten.
  • Die Arme steigen nun weiter über den Kopf und richten sich dabei mit den Handflächen zum Himmel aus. Während dieser Bewegung wird ausgeatmet.
  • Jetzt ruhen die Hände eine Einatmung lang über Baihui, dem Scheitelpunkt des Kopfes.
  • Die nächste Ausatmung bringt die Arme in eine hochgestreckte Himmel-Stemmen-Position. Dabei zeigen die Finger der Hände zueinander, Handflächen nach oben.
  • Die Hände sinken mit dem Einatmen wieder zurück über den Scheitelpunkt, Handflächen zum Himmel gerichtet.
  • Diese Bewegung wird achtmal wiederholt: Hände stemmen den Himmel und sinken zurück über den Kopf:
  • Dann sinken die Hände wieder nach unten zur Wu Chi-Position. Einatmen mit dem Nabel und mit dem Ausatmen wieder die Lotusblüte des eigenen Körpers entfalten.

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