Eine erholsame Nacht wünscht Ihnen das Lebensfreudemagazin vivita®

Brancheneintrag WerWasWo im Magazin
Finden Sie schnell kompetente Hilfen

Branchenteil WerWasWo

Serie TAO-Serie

TAO-SERIE

... von Helmut Bauer

Die redaktionellen Beiträge der vivita® Onlineausgabe sind geistiges Eigentum der jeweiligen Autoren. vivita® hat die Rechte der Onlineveröffentlichung. Eine Vervielfältigung darüber hinaus - auch nur in Auszügen davon - verstößt gegen das Urheberrecht und kann rechtlich belangt werden. Eine Nutzung in anderen Medien ist nur nach Absprache mit dem Autoren und dem Verlag möglich.

Helmut Bauer

Helmut Bauer ist Qigong und Taiji-Lehrer/-Ausbilder in Bamberg und bildet für die Deutsche Qigong-Gesellschaft Kursleiter und Lehrer aus. Er ist Mitglied des Ausbildungsbeirats der DQGG und Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender von Tao e.V., einem Verein zur Gesundheitsförderung.
Die acht Brokat-Schätze - Teil 2

Die acht Brokat-Schätze - Teil 2

"Den Bogen spannen und den Adler schießen"

Bei der Vorstellung, einen Adlers zu schießen, regt sich sofort unser Umweltbewusstsein: Adler darf man nicht schießen, die stehen unter Naturschutz. Keine Angst, hier geschieht kein Umweltfrevel. Der Adler, der hier getroffen wird, ist die eigene Achtsamkeit. Der Begriff Adler umschreibt in vielen Kulturen das scharfe Schauen mit dem Inneren Auge, die nach innen gerichtete Klarsicht. Der Adler drückt Mut und Kraft aus und zeichnet sich durch einen scharfen Blick aus. Mit dieser Entschlossenheit und Kraft werden in dieser zweiten Form aus den Ba Duan Jin die Yin-Meridiane der Brust und der Arme geöffnet, die Sehnen der Arme und Schultern gedehnt und gestreckt. Das Adlerschießen bringt viel Freude an der eigenen Kraft beim Bogenspannen, und wer den Adler trifft, findet sich im Zentrum des Universums wieder. Auf der Innenseite der Arme finden wir die drei Yin-Meridiane: Lungen-, Herzbeutel-und Herzmeridian. Das Nach-vorne-Schieben des Bogens öffnet und befreit diese Meridiane. Die stark aufgestellte Hand dehnt die Unterarmsehnen auf der Arminnenseite und arbeitet dem Verkürzen und Versteifen entgegen. Mit dem Ziehen der Bogensehne geschieht eine spannungsgeladene Gegenbewegung zum Bogen-nach-vorne-Schieben. Die Schulterblätter werden auseinander gezogen und der wichtige Punkt Dazhui (LG 14) wird geöffnet, ein Punkt, der Verbindung zu allen Yang-Meridianen hat. Die Brust wird geöffnet und geweitet; dies spricht die Endverläufe der Yin-Meridiane an. In der Brust enden der Milz-, Nieren- und Lebermeridian. Das Kong-Qi in der Brust wird gestärkt und damit die wichtigen Organe Lunge und Herz. Auf psychischer Ebene stärkt das Öffnen und Dehnen der Brust das Selbstwertgefühl und schenkt Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

Anleitung:

  1. Die Füße stehen schulterbreit, die Arme hängen zu Beginn in der Wu Chi-Position, Handflächen zeigen zu den Oberschenkeln. Die Achtsamkeit zeichnet mit einem inneren Lächeln die fünfblättrige Blüte, d.h. das Spüren, von der Ausatmung begleitet, strömt vom Nabel (dantien) in die Füße, dann zum Scheitel (baihui) und in die Handflächen (laogong). Das Einatmen geschieht hin zu dantien, dem Nabel.
  2. Mit diesem Atem-Bild, der fünfblättrigen Blüte, steigen die Hände vor die Brust (Ausatmen – Einatmen).
  3. Die nächste Ausatmung drückt die linke Hand mit dem Bogen nach links, die rechte Hand verlängert den gedachten Pfeil auf der Sehne und zieht die Sehne zurück. Das Einatmen führt die Hände zu einem sanften Kreis wieder vor die Brust. Mit der nächsten Ausatmung schiebt die rechte Hand den Bogen und die linke zieht die Sehne. Der Blick folgt immer der Pfeilrichtung.

Die Übung wird jeweils viermal rechts und links im Wechsel wiederholt.

Viel Freude beim Üben!

Artikel als PDF herunterladen:

Download
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.