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... von Helmut Bauer

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Helmut Bauer

Helmut Bauer ist Qigong und Taiji-Lehrer/-Ausbilder in Bamberg und bildet für die Deutsche Qigong-Gesellschaft Kursleiter und Lehrer aus. Er ist Mitglied des Ausbildungsbeirats der DQGG und Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender von Tao e.V., einem Verein zur Gesundheitsförderung.

Willkommen im Paradies

Wie fühlt sich Stress für Sie an?

Vielleicht so: Die Arbeitsprozesse müssen effizienter werden, es muss immer mehr Leistung bei gleichem Aufwand erbracht werden. Der Terminkalender ist voll, die Möglichkeiten, alles zu schaffen, sind begrenzt. Sie sehen die Termine für den kommenden Tag und haben das Gefühl, dass Ihnen alles über den Kopf wächst. Angst taucht auf – Angst zu versagen, Angst, dem Leistungsdruck nicht gewachsen zu sein.

Gleichzeitig ärgern Sie sich möglicherweise über Kollegen oder Vorgesetzte, über das, was diese mal wieder getan oder nicht getan haben. Oder über sich selbst, darüber, dass Sie mal wieder nicht nein sagen konnten. Oder Sie machen sich Sorgen, ob Ihre Firma dem internationalen Konkurrenzkampf gewachsen und Ihr Arbeitsplatz sicher ist.

Das ist die Vertreibung aus dem Paradies. So fühlt sich das eigene Leben manchmal wie eine Bestrafung an. Was ist nun bitte das Paradies? Und wie kommen wir wieder dahin? Paradies könnte man einfach übersetzen mit dies hier, das Hier und Jetzt. Wenn Sie noch einmal den ersten Absatz lesen, werden Sie feststellen, dass dort Ängste vor der Zukunft und Probleme der Vergangenheit beschrieben werden. All diese Probleme sind zunächst einmal Probleme Ihres eigenen Denkens und Ihrer eigenen Wahrnehmung. Vergangenheit ist vorbei, Zukunft gibt es noch nicht. Trotzdem belegen wir diese in unseren Gedanken oft mit Ängsten, Sorgen usw. Dabei bleibt die Gegenwart auf der Strecke, das Paradies, das Hier und Jetzt. Die Sorgen um die Zukunft und das Ärgern über die Vergangenheit überdecken die Gegenwart. Wie gelangen wir von da aus wieder in die tatsächliche Gegenwart?

Ein Hauptanker für die Gegenwart ist der Atem. Atmen geschieht immer in der Gegenwart. Vor lauter Stress vergessen wir oft, bewusst zu atmen. Der Weg zurück zu innerem Frieden und dem Gefühl, zufrieden in der eigenen Mitte zu sein, ist die Kunst, bewusst ein- und auszuatmen und einfach zeitlos im Tun des Augenblicks zu verweilen, ohne Gedanken.

Anleitung

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um bewusst zu atmen, im aufrechten Sitzen oder im Stehen.

Ihre Arme begleiten das Spüren des Atems mit der Einatmung nach oben und mit der Ausatmung wieder nach unten.

Der Weg nach oben führt durch die Bauchregion; hier können Sie innerlich den Laut „A“ mitschwingen lassen.

Die weitere Einatmung führt durch die Brust; hier darf der Laut „Mi“ innerlich schwingen.

Während das Körper-Spüren mit der Einatmung nun zum Kopf steigt, darf der Laut „Do“ mitschwingen.

Am Ende der Einatmung befinden sich Ihre Hände über dem Kopf. Nun begleitet der Laut „Fu“ das Spüren des Körpers mit einer langen Ausatmung wieder nach unten.

Wenn Sie Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit auf den Atem, die eigene Körperwahrnehmung und diese inneren Laute richten, können Sie unnötige Gedanken leicht loslassen und sich in der Gegenwart verankern. Vergessen Sie nicht, sich selbst während der ganzen Übung ein liebevolles Lächeln zu schenken.

Ich heiße Sie willkommen im Paradies, in der absoluten Gegenwart, in der Freiheit des bewussten Atems und des inneren Lächelns!

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