Unangenehme Gerüche in der eigenen Wohnung können viele verschiedene Quellen haben: Haustiere, Raucherzimmer, chemische Rückstände von Farbe oder Reinigungsmitteln sowie Schweiß, nasse Wäsche und andere Ursachen sind häufig anzutreffen. Im besten Fall sind diese Gerüche lediglich störend, im schlimmsten Fall sind sie jedoch ein Zeichen von gefährlichen Stoffen in der Luft, die unbedingt entfernt werden müssen. Ein praktisches Hilfsmittel stellt der Luftreiniger gegen den Geruch dar, denn mit der richtigen Filtertechnologie und einer guten Leistung können die unangenehmen Gerüche innerhalb kürzester Zeit gemildert und sogar gänzlich entfernt werden. Allerdings gibt es einige Punkte zu beachten, denn nicht jedes Modell ist für den Kampf gegen die schlechten Gerüche geeignet.

Die häufigsten Ursachen für unangenehme Gerüche

Schlechte Gerüche entstehen immer dann, wenn organisches Material von Mikroorganismen zersetzt und abgebaut wird. Die so entstehenden chemischen Verbindungen werden an die Umgebung abgegeben und geraten dann über die Luft in unser sensibles Geruchsorgan. Amerikanische Wissenschaftler haben diesbezüglich herausgefunden, dass unsere Nase bis zu einer Billionen Gerüche wahrnehmen kann, wodurch es unser reizempflindlichstes Organ darstellt. Kein Wunder also, dass wir in unseren eigenen vier Wänden schnell verschiedene Gerüche wahrnehmen können. Hier einmal die gängigsten Quellen in der Übersicht:

  • Küche: Essensreste, vergessene Töpfe, verbrannte Essensrückstände im Ofen, nicht gänzlich gesäuberte Arbeitsflächen – die potentiellen Gründe für unangenehme Gerüche in der Küche sind vielfältig. Einiges davon lässt sich einfach bekämpfen, andere Geruchsquellen sind jedoch hartnäckig.
  • Haustiere: Fast alle Haustiere sorgen in der einen oder anderen Form dafür, dass zusätzliche Gerüche in den eigenen vier Wänden entstehen. Gerade Katzen und Hunde sind besonders häufig als Quelle auszumachen, doch selbst kleinere Mitbewohner können die Raumatmosphäre beeinflussen.
  • benutzte Kleidung: Wir sondern ständig Schweiß ab – selbst dann, wenn wir uns eigentlich kaum bewegen. Der Schweiß landet in unserer Kleidung und setzt sich dort fest, was schnell unangenehme Gerüche erzeugt. Doch auch Schmutz von draußen, der sich an Schuhen, Jacken, der Hose oder anderen Kleidungsstücken festgesetzt hat, kann unangenehme Gerüche mit sich bringen.
  • externe Ursachen: Gerade in Städten können schlechte Gerüche häufig auch von außen durch das Lüften in die eigene Wohnung gelangen. Baustellen, starker Verkehr oder ein Fenster nahe der Mülltonnen stellen häufige Gründe dar und lassen sich leider kaum bekämpfen.

Der erste Schritt im Kampf gegen die unangenehmen Gerüche sollte immer zunächst einmal das Finden der Quelle sein. Ist die Ursache erst einmal gefunden, können die weiteren Schritte überdacht werden: Häufig ist es möglich, die Gerüche selbst zu reduzieren oder gänzlich zu beheben. Doch nicht selten ist der Einsatz eines Luftreinigers gegen Gerüche unumgänglich, denn gegen viele Geruchsquellen können Sie selbst leider nicht direkt vorgehen.

Gesundheitsgefahren durch verschmutzte Raumluft

Die Luftqualität in den eigenen vier Wänden wirkt sich direkt auf die körperliche (und geistige) Gesundheit aus. Schließlich können viele verschiedene Schadstoffe in der Raumluft auf den Körper einwirken und unschöne bis hin zu negative Konsequenzen mit sich bringen. Gerade Allergiker können verschiedene Symptome bekommen, wenn die Konzentration an Tierhaaren, Hausstaub, Blütenpollen und anderen Allergenen zu hoch ist. Doch auch andere Partikel in der Luft können schnell die eigene Gesundheit gefährden: Schimmelsporen, Feinstaub von außerhalb oder Bakterien in der Luft können in die Atemwege gelangen und dort für Probleme sorgen.

Zwar gibt es von offizieller Seite aus durchaus Empfehlungen und Grenzwerte, die das Umweltbundesamt diesbezüglich festgelegt hat, doch lassen sich diese Grenzwerte natürlich nicht immer überprüfen. Außerdem können bereits lange vor dem Erreichen der Grenzwerte erste Symptome und Erkrankungen auftreten. Je nach Ursache und Art der Belastung lohnt es sich auf jeden Fall möglichst effektiv gegen die Belastungen in der Luft vorzugehen. Der Einsatz eines Luftreinigers ist hier oftmals ausschlaggebend und kann die Luftqualität merklich verbessern.

Wie helfen Luftreiniger gegen den Geruch?

Wer aktiv gegen schlechte Gerüche im eigenen Zuhause vorgehen möchte, der sollte beim Kauf eines Raumluftreinigers vor allem darauf achten, dass im Filtersystem ein Aktivkohlefilter vorhanden ist. Dieser ist nämlich für den Kampf gegen die schlechten Gerüche verantwortlich und kann diese effektiv reduzieren. Dabei werden die Ursachen der Gerüche – also die Abbauprodukte der organischen Mikroorganismen – bei der Luftumwälzung durch den Filter gesogen und bleiben dort hängen.

Die aus dem Luftreiniger wieder herauskommende Luft ist nun von den ungewollten Zusätzen befreit und zudem geruchsneutral. Einige Luftreiniger-Modelle verfügen sogar über eine Aromatherapie-Funktion, bei der Sie je nach Wunsch unterschiedliche Duftöle hinzugeben können. So wird die Luft nach der Reinigung mit angenehmen Düften angereichert, wodurch die schlechten Gerüche noch schneller übertönt werden.

Tipp: Um effektiv gegen die unangenehmen Gerüche vorzugehen sollten Sie den Luftreiniger möglichst dort positionieren, wo die Quelle dieser Geruchsbelastung ist.

Die wichtigsten Kaufkriterien

Bevor Sie sich für den Kauf eines bestimmten Modells entscheiden, ist es vorab sinnvoll zu überlegen, welche Eigenschaften der Luftreiniger denn überhaupt besitzen soll beziehungsweise wo und wie der Einsatz stattfinden wird. Wir haben einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst, damit Sie möglichst schnell das doch recht breite Feld der verschiedenen Raumluftreiniger auf einige wenige potentielle Modelle reduzieren können:

  • Filtertechnologie: Um gegen unangenehme Gerüche möglichst effektiv vorgehen zu können, ist der Einsatz eines Aktivkohlefilters Pflicht. Viele Modelle setzen zudem auf ein mehrschichtiges System, das über einen zusätzlichen Vorfilter gegen gröbere Partikel sowie einen HEPA-Filter gegen kleinere Partikel verfügt. So können Sie nebenbei auch noch Haare, Hausstaub oder ähnliche Stoffe aus der Luft filtern lassen.
  • Leistung: Die Leistung sollte immer in Relation zu den angedachten Aufgaben gewählt werden. In kleineren Räumen ist eine geringere Luftumwälzung (in der Regel in Kubikmetern pro Stunde angegeben) ausreichend, würde in größeren Räumen jedoch einfach zu langsam agieren. Hier helfen die Angaben von Herstellern weiter, denn viele Unternehmen geben eine ungefähre Raumgröße (in Quadratmetern) für die optimale Effizienz an.
  • Folgekosten: Je nach Verschmutzung der Luft und Häufigkeit der Nutzung sollten die Filtersysteme zwei bis drei Mal pro Jahr ausgewechselt werden. Prüfen Sie am besten vor dem Kauf, wie teuer ein Ersatzfilter ist und welche Lebensdauer (in Nutzungsstunden) vom Hersteller angegeben wird.
  • Geräuschpegel: Soll ein Luftreiniger auch über Nacht im Schlafzimmer arbeiten oder tagsüber im Büro direkt neben dem Schreibtisch stehen, so ist ein möglichst niedriger Geräuschpegel sinnvoll. Viele moderne Geräte verfügen über unterschiedliche Leistungsstufen und sogar über einen „Nachtmodus“, sodass hier die Lautstärke häufig der aktuellen Nutzung angepasst werden kann.
  • Zusatzfunktionen: Gerade im Kampf gegen schlechte Gerüche ist eine Aromatherapie-Funktion besonders praktisch, doch auch andere gängige Funktionen können den Alltag erleichtern. Timer-Funktion, Auto-Modus oder gar Steuerung via Smartphone und Tablet sind heutzutage häufig zu finden, erhöhen jedoch auch den Anschaffungspreis. Am besten wählen Sie letztendlich nur das, was Sie auch benötigen und nutzen.
  • Ionisatoren: Diese zusätzliche Funktion gibt negative Ionen in den Raum ab, wodurch sich die Partikel gegenseitig anziehen und immer schwerer werden, bevor sie letztendlich zum Boden sinken. Achten Sie darauf, dass Ionisatoren auch in geringen Mengen Ozon erzeugen, was in der Regel jedoch nicht weiter gefährlich ist. Wenn Sie regelmäßig lüften, so entsteht keinerlei Gefahr für die eigene Gesundheit.

Soll ein Luftreinigergerät mobil eingesetzt werden, so sollten Sie zudem auf Gewicht und Größe achten. Einige Modelle sind mit Rollen oder Griffen ausgestattet, was das Bewegen des Gerätes einfacher macht. Wenn sich zudem Kinder oder größere Haustiere in der Wohnung bewegen, so sollten Sie auch auf einen stabilen Stand achten – kleinere Unfälle können nämlich immer passieren.

Lesetipp: Alle Infos zu den einzelnen Luftreinigungstechnologien erfahren Sie in unserem großen Ratgeber.

Die besten Luftreiniger gegen Geruch

Um möglichst effektiv gegen unangenehme Gerüche in den eigenen vier Wänden vorgehen zu können lohnt sich nicht nur der Einsatz von einfachen Modellen, sondern auch von komplexeren Kombi-Versionen, die auf ein mehrschichtiges Filtersystem sowie Ionisator zurückgreifen. Wir haben einmal die beliebtesten Luftreiniger aus diesem Bereich herausgesucht und im Folgenden näher vorgestellt.

Levoit 3-Stufen Luftreiniger

Der recht kompakte Raumluftreiniger von Levoit arbeitet mit einem Filtersystem, das aus drei Schichten besteht und auf einen Vorfilter, einen Aktivkohlefilter und einen HEPA-Filter setzt. So sollen sowohl grobe als auch feine Partikel sowie unangenehme Gerüche innerhalb kürzester Zeit aus der Luft gesaugt werden. Dafür stehen insgesamt drei verschiedene Geschwindigkeiten (niedrig, mittel und hoch) bei der Reinigung zur Verfügung, die sowohl Leistung als auch Geräuschpegel stark beeinflussen. Während die höchste Stufe durchaus recht laut daher kommt, soll die niedrigste Stufe sogar während der Nacht im Schlaf- oder Kinderzimmer überzeugen.

Hier kann dann auch das blaue Nachtlicht mit zwei verschiedenen Helligkeiten überzeugen, da es eine angenehme Atmosphäre im Raum erzeugt. Wer darauf verzichten möchte, der kann das zusätzliche Licht natürlich auch einfach ausschalten. Dank seines schmalen Aufbaus und des vergleichsweise niedrigen Gewichts lässt sich der Luftreiniger auch problemlos bewegen und in mehreren Zimmern einsetzen. So können Sie überall dort für eine saubere Luft sorgen, wo diese besonders dringend benötigt wird.

Levoit Luftreiniger Air Purifier mit HEPA-Kombifilter & Aktivkohlefilter, 3-Stufen-Filterung für...
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HuanQ 4-Lagen Luftreiniger

Wer auf der Suche nach einem kostengünstigen Kombi-Gerät ist, das sowohl über ein mehrschichtiges Filtersystem sowie über einen Ionisator verfügt, der bekommt hier eine entsprechende Version geboten. Insgesamt vier Lagen (Aktivkohlefilter, HEPA-Filter, Vorfilter und sterilisierte Baumwolle) sorgen hier für das Säubern der Luft, während der Ionisator selbst unabhängig davon eingesetzt werden kann. Dank des durchdachten Filtersystems werden nicht nur kleinste Partikel mit einer Effizienz von 99,97% aus der Luft gefiltert, sondern selbst unangenehme Gerüche, Tabakrauch oder Allergene können ohne Probleme entfernt werden.

Aus technischer Sicht sind die drei verschiedenen Reinigungsstufen zu nennen, die genau wie die Timer-Funktion bequem über die übersichtlichen Bedienelemente auf der Oberseite ausgewählt werden können. Dank des hochwertigen und einfachen Bedienfeldes eignet sich der Luftreiniger auch für all jene Nutzer, die sich nicht wirklich mit Technik auskennen und trotzdem von den Vorteilen des modernen Gerätes profitieren möchten. Die Lebensdauer der Filter gibt der Hersteller übrigens mit 2.000 Stunden an, danach sollte über einen Wechsel nachgedacht werden – ansonsten reduziert sich die Effizienz des Luftreinigers merklich.

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Onduva 5-in-1 Luftreiniger

Das Modell von Onduva setzt auf ein klassisches Drei-Filter-System, bestehend aus HEPA-Filter, Aktivkohlefilter und Vorfilter und kombiniert dieses mit einem Kaltkatalysator sowie einem Ionisator. Dadurch wird nicht nur garantiert, dass große und kleine Partikel genauso wie unangenehme Gerüche innerhalb kürzester Zeit aus der Raumluft gefiltert werden, sondern selbst chemische Rückstände und Gase (zum Beispiel Formaldehyd) unschädlich gemacht werden. Dabei ist der Luftreiniger selbst für größere Räume (bis zu 40 m²) geeignet und sollte somit in den eigenen vier Wänden einen Großteil der vorhandenen Zimmer ohne Probleme von verschmutzter Luft befreien können.

Auch die Zusatzfunktionen wissen zu überzeugen, ist hier doch unter anderem eine Zeitschaltuhr für eine automatische Nutzung zu finden. Selbst einen Nachtmodus gibt es, bei dem Leistung und Geräuschpegel merklich zurückgefahren werden – so können Sie das Gerät auch in der Nacht einsetzen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Geschwindigkeitsstufen, die sich in Leistung und Lautstärke von einander unterscheiden. Zudem gibt es sämtliche gängigen Zertifikate (CE, FCC und RoHS), sodass ein sicherer Einsatz garantiert ist.

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