Eines der häufig unterschätzen Probleme in der heimischen Werkstatt stellt der Staub dar, der bei der Arbeit mit den verschiedenen Materialien entsteht. Wer zum Beispiel viel mit Holz arbeitet, der wird nicht nur Holzspäne und -mehl als Abfallprodukt finden, sondern auch eine erhöhte Konzentration von Holzstaub in der Luft feststellen können. Für eine sichere Arbeit ist deshalb der Einsatz einer Atemschutzmaske Pflicht, die jedoch viel zu häufig nur dann zum Einsatz kommt, wenn die Arbeit direkt erledigt wird.

Die vielen verschiedenen Partikel bleiben jedoch häufig stunden- und wochenlang in der Luft und dringen so unbemerkt in die Atemwege ein, wo sie langfristig zu Problemen und chronischen Erkrankungen führen können. Ein effizientes Mittel dagegen stellt der Luftreiniger für die Werkstatt dar, der durch eine regelmäßige Nutzung die Luftqualität merklich verbessert.

So entsteht Staub in der Werkstatt

Nicht nur bei der Arbeit mit Holz kann sich schnell ein schädlicher Staub in der Werkstatt ansammeln, denn Abrieb ist einfach überall vorhanden. Selbst bei der Arbeit mit Metall, Gummi oder anderen Materialien werden immer kleinste Partikel beim Einsatz entfernt, die sich in der häufig geschlossenen Werkstatt ansammeln und für eine schlechtere Luftqualität sorgen können. Wer zudem direkt mit Holz arbeitet, Schweißerarbeiten erledigt oder mit einem starken Wasserdruck Stein bearbeitet, der wird häufig mit ganzen „Staubwolken“ konfrontiert werden.

Während einige Staubvarianten dabei lediglich lästig sind und erst bei langfristigem Einatmen zum Problem werden, können andere Versionen recht schnell negative Effekte auf die Atemwege haben. Allen voran ist hier der Quarzfeinstaub zu nennen, der krebserregend ist. Doch auch Farbnebel oder andere chemische Rückstände sollten nicht unterschätzt werden, da sie nicht nur direkt auf den Körper einwirken, sondern häufig auch die Gefahr auf einen Brand in der Werkstatt erhöhen. Zudem sind Werkstätten häufig anfällig für Schimmelpilzsporen, da eine erhöhte Feuchtigkeit herrschen kann. In all diesen Fällen hilft jedoch das regelmäßige Nutzen eines Luftreinigers merklich weiter.

Wie helfen Luftreiniger in der Werkstatt?

Der Einsatz eines Raumluftreinigers bringt eine Vielzahl an positiven Effekten mit sich. Allen voran wird natürlich die Luftqualität im Raum selbst merklich verbessert, denn die störenden Partikel werden einfach vom Filtersystem aufgefangen, woraufhin die gesäuberte Luft wieder in den Raum gegeben wird. So lässt es sich wieder besser durchatmen und auch das ständige Tragen einer Atemschutzmaske ist nicht unbedingt nötig. Darüber hinaus sorgen einige Luftreiniger auf Grund der Luftumwälzung auch für einen leichten Unterdruck, wodurch frische Luft von außen schneller und effizienter nachströmen kann.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass ein Luftreiniger die schlechte Luft eindämmt und so verhindert, dass die Staubpartikel in einen Nachbarraum driften, wo sie sich niederlassen und alles verschmutzen. Gleichzeitig werden etwaige Mitarbeiter, Nachbarn oder die Familie geschützt, denn während regelmäßiges Lüften natürlich sinnvoll und effizient sein kann, so kann der Feinstaub durchaus aus der Werkstatt direkt wieder in andere Räume geweht werden.

Tipp:Auch in der Bäckerei schützt ein moderner Luftreiniger vor Mehlstaub und verbessert so nachhaltig die Luftqualität.

Die wichtigsten Kaufkriterien

Wenn Sie auf der Suche nach einem möglichst effizienten Modell für die eigene Werkstatt sind, dann raten wir dazu, vorab über die notwendigen Eigenschaften des Luftreinigers nachzudenken. Dabei kann nicht nur die Staubbelastung eine wichtige Rolle spielen, sondern auch der Einsatzort kann essentiell bei der Kaufentscheidung sein. Wir haben einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst und verraten Ihnen in der folgenden Übersicht genau, worauf Sie achten sollten:

  • Reinigungsleistung: Hierbei ist es wichtig, dass das jeweilige Modell passend zur angedachten Aufgabe ausgewählt wird. Je stärker die Staubentwicklung in der Werkstatt ist, desto höher sollte auch die stündliche Luftumwälzung des Geräts sein. Wenn Sie sich unsicher sind, was genau benötigt wird, dann greifen Sie lieber zu einem etwas stärkeren Modell, das über mehrere Leistungsstufen verfügt. So sind Sie flexibler im Einsatz und können verschiedene Varianten ausprobieren.
  • Filtertechnologie: Gerade in der Werkstatt stellt Feinstaub ein großes Problem dar, da die Partikel einfach so klein sind, dass sie von herkömmlichen Filtersystemen nicht aufgegriffen werden. Achten Sie unbedingt auf die Verwendung eines HEPA-Filters, der genau für diesen Zweck konzipiert wurde. Haben Sie zudem mit unangenehmen Düften und chemischen Rückständen zu kämpfen, dann ist ein zusätzlicher Aktivkohlefilter ratsam. Darüber hinaus gibt es sogar spezielle Filter, die eine Keimbildung unterbinden und aktiv gegen Viren und Bakterien vorgehen.
  • Folgekosten: In der Regel werden Luftreiniger in der Werkstatt stärker beansprucht als im privaten Haushalt, weshalb hier auch ein häufiger Wechsel der Filter anstehen kann. Überprüfen Sie gegebenenfalls vorab die Lebensdauer der Filter eines Gerätes und checken Sie die Kosten für Ersatzfilter. Auch die Stromkosten sollten nicht unterschätzt werden, da eine regelmäßige Nutzung eines Luftreinigers viel Energie kosten kann.
  • Zusatzfunktionen: Bezüglich der Ausstattung gibt es keine optimale Variante, denn letztendlich spielen hier die eigenen Wünsche und Vorlieben eine übergeordnete Rolle. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Geräte mit weniger Funktionen auch einen niedrigeren Anschaffungspreis haben und weniger Energie benötigen. Wählen Sie am besten ein Gerät, das nicht mehr bietet, als Sie später auch nutzen werden.

Größe und Gewicht spielen für Luftreiniger für die Werkstatt in der Regel keine wichtige Rolle, da die verschiedenen Modelle einen festen Platz bekommen und dann selten bewegt werden müssen. Während Mobilität selbst also relativ unwichtig ist, kann die Platzierung wesentlich wichtiger sein. Häufig werden die Luftreinigergeräte so konzipiert, dass eine Wandmontage oder gar das Hängen an die Decke möglich ist. So sparen Sie nicht nur Platz, sondern können die Produkte zum Beispiel direkt über einer Werkbank anbringen und eine effizientere Leistung nutzen.

Lesetipp: Alle Infos zu den einzelnen Luftreiniger und entsprechende Filtertechnologien erfahren Sie hier.

Die besten Luftreiniger für die Werkstatt

Letztendlich hängt die Wahl vom optimalen Gerät natürlich stark davon ab, welche Arbeiten überhaupt in der Werkstatt durchgeführt werden. Wer mit einer geringen Staubentwicklung konfrontiert wird, der kann mit einem handelsüblichen, einfachen Luftreiniger bereits überzeugende Erfolge erwirken. Wer hingegen häufig mit Holz und Steinen oder anderen Staub-intensiven Materialien arbeitet, der sollte über ein spezielleres Modell nachdenken oder sogar direkt zu einer Absauganlage greifen. Wir haben einige beliebte Modelle für Sie herausgesucht, die für verschiedene Einsätze geeignet sind.

Record Power AC400

Bei diesem Modell handelt es sich um einen Luftreiniger, der speziell für einen Einsatz in der Werkstatt konzipiert wurde. So besitzt das Gerät vier praktische Haken auf der Oberseite, die einen hängenden Einsatz und damit eine möglichst zentrale oder platzierte Nutzung ermöglichen, ohne dass zu viel Platz benötigt wird. Darüber hinaus wurde die äußerst robuste Außenhülle aus Metall sauber verarbeitet und gesichert, sodass keinerlei ungewollte Partikel von Außen eindringen und sich auf die Elektronik setzen könnten. Stattdessen stellt das Filtersystem den einzigen Eingang dar, das sich übrigens mit nur wenigen Handgriffen entfernen und reinigen lässt. So verspricht der Hersteller, dass Ersatzfilter lediglich dann notwendig werden, wenn es zu einem Defekt kommt oder eine sehr starke Verschmutzung vorhanden ist.

Die Steuerung funktioniert über die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung besonders einfach, sodass das Zwei-Stufen-System mit einer Reinigungsleistung von bis zu 113 m³/h bequem aktiviert werden kann. Das Filtersystem selbst ist zudem in der Lage, selbst kleinste Partikel mit einer maximalen Größe von bis zu fünf Mikrometer aus der Luft zu holen, was für die meisten Werkstätten mehr als ausreichend sein sollte.

alfda ALR300 Comfort+

Dieser konventionelle Luftreiniger ist ideal für alle Werkstätten, in denen sich die Staubentwicklung in Grenzen hält. Dabei punktet das Modell mit einer überzeugenden Reinigungsleistung (bis zu 300 m³/h), einem hochwertigen HIMOP-HEPA-Filter sowie einem besonders niedrigen Geräuschpegel. Mit gerade einmal 16 Dezibel eignet sich das Produkt perfekt für einen Einsatz und sogar einen Dauerbetrieb in der Hobby-Werkstatt, ohne dass Nachbarn, die Familie oder etwaige Mitbewohner gestört werden.

Darüber hinaus bietet das Luftreinigergerät eine ganze Menge an praktischen Zusätzen an, zu denen unter anderem ein optionaler Ionisator gehört. Auch eine Timer-Funktion wurde integriert, sodass sich das Gerät je nach Einstellung nach vier, acht oder zwölf Stunden automatisch ausschaltet. Ebenso lässt sich ein Schlafmodus aktivieren (falls das Gerät auch im Schlafzimmer benutzt wird) oder der Auto-Modus wählen, bei dem die verbauten Sensoren stetig die Luftqualität messen und den Luftreiniger einschalten, sobald das erwünschte Niveau überschritten wird.

HEPA Luftreiniger alfda ALR300 Comfort + alfdaCleanAIR HIMOP-HEPA-Filter, 300m³/h, bis 60 m²,...
  • 4-stufiger Ventilator (Sleep - klein - mittel - hoch) mit energiesparendem Motor sowie Auto-Modus, mehrfach getestet,...

Holzkraft LFS 3

Auch dieser Luftreiniger wurde speziell für den Einsatz in der Werkstatt entwickelt und bietet auf der Oberseite insgesamt vier Ösen, die ein Aufhängen an der Decke ermöglichen. So lässt sich die Reinigungsleistung durch eine verbesserte Positionierung optimieren und gleichzeitig wird weniger Platz für das Aufstellen benötigt. Darüber hinaus muss die hochwertige Außenhülle gelobt werden, die aus robusten Metall besteht und so verarbeitet wurde, dass weder Staub noch Schmutz eindringen können. Stattdessen werden alle ungewollten Partikel in der Luft durch das hochwertige elektrostatische Filtersystem geblasen gesogen, wo sie dann hängen bleiben.

Auch aus technischer Sicht überzeugt das Modell vollkommen, es gibt eine Timer-Funktion zur automatischen Abschaltung, eine Selbsterkennung des Filterstatus sowie drei verschiedene Leistungsstufen, die sich nicht nur im Geräuschpegel, sondern auch in der Luftumwälzung von einander unterscheiden – auf der höchsten Stufe können so 2.030 m³/h gereinigt werden. Dabei erfolgt die einfache Steuerung über eine serienmäßig im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung, die intuitiv aufgebaut ist.

Holzkraft LFS 3 - intelligentes Umgebungsluftfiltersystem
  • übersichtliches Bedienfeld auf der Vorderseite mit LED Dislay

 

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